Veranstaltungsinfo

So, 21.01.2018
18:00 Uhr
Klassik
Musik
Eintritt frei

ASIA e.V.: Benefizkonzert mit Wen-Sinn Yang, Cello und Paola de Piante Vicin & Adrian Oetiker, Klavier

ASIA – Schulbau in Tibet
 
Zum wiederholten Mal hat sich der Cellist und langjährige ASIA Unterstützer Wen-Sinn Yang bereit erklärt, für die Hilfsprojekte von ASIA e.V. zu spielen. Wen-Sinn Yang hat namhafte Musiker für ein herausragendes Programm gewinnen können, die alle auf ihre Gage zu Gunsten von ASIA e.V. verzichten.
 
Paola de Piante Vicin und Adrian Oetiker, Klavier
Ana Chumachenco, Violine
François Bastian, Horn
Wen-Sinn Yang und Laura Szabó, Violoncello
 
 
PROGRAMM
 
R. Schumann (1810-1856)
Andante und Variationen für 2 Klaviere, 2 Celli und Horn Opus 46 (1843)
 
R. Schumann
Adagio und Allegorien As-Dur  Opus 70 für Horn und Klavier (1849)
 
 
C. Debussy (1862-1918)
Sonate pour violoncelle et piano (1915)
 
***
 
M. Ravel (1875-1937)
Sonate pour violon et violoncelle (1920/22)
„A la mémoire de Claude Debussy"
 
M. Ravel
La Valse (Version für 2 Klaviere) (1921)
 
 
 
Der Erlös des Konzertes kommt der Fertigstellung der durch ASIA erbauten Yishin Khorlo Schule im tibetischen Wakha zu Gute. Sie befindet sich in der Gebirgsregion Kyichu der heutigen chinesischen Provinz Qinghai auf 4.400 Meter Höhe in einer der abgelegensten und am schwierigsten zu erreichenden Gegenden Tibets. Ab diesem Frühjahr starten nun die letzten Bauarbeiten zur Fertigstellung des 3. Bauabschnittes mit Küche, Speisesaal und Sanitäranlagen.
 
Bitte helfen Sie mit, die Schule fertig zu bauen, damit die Kinder nicht bei Wind und Wetter draußen in der Kälte essen müssen!
 
 
ASIA Deutschland mit Sitz in Gauting engagiert sich seit 2001 in Tibet und der Himalaja-Region mit dem Ziel, Kultur und Identität der einheimischen Bevölkerung zu bewahren und Jugendlichen neue Perspektiven zu eröffnen:
 
· ASIA baut und unterstützt Schulen
 
· ASIA fördert mit Patenschaften die Ausbildung von Schülern und Studierenden
 
· ASIA leistet medizinische, humanitäre und Katastrophen-Hilfe
 
 
Veranstalter: 
ASIA e.V:
Galerie 
Bilder der Veranstaltung

2018

Pressestimmen 
Cellist Wen-Sinn Yang und seine Mitstreiter setzen bei ihrem Benefizkonzert im Bosco auf selten zu hörende Werke von Schumann bis Gretschaninow und überzeugen mit höchst variantenreichem Spiel

Jede gemeinnützige Organisation lebt von ihren Mitgliedern, doch noch mehr von ihren prominenten Fürsprechern. Asia Deutschland, der in Gauting residierende Förderverein mit Projekten vor allem in Tibet und der Himalaya-Region, hat den Cellisten und Sympathieträger Wen-Sinn Yang hinter sich, der dem Verein bei der Organisation des alljährlichen Benefizkonzerts zugunsten des jeweils aktuellen Projekts unter die Arme und am Konzertabend auch selbst zum Bogen greift.

So kommt es, dass die Asia-Benefizkonzerte seit Jahren schon ein musikalisches Ereignis sind, mit erstklassigen Musikern, die auf ihre Gagen verzichten. So standen die Chancen sehr gut, dass die letzten Arbeiten an Schulhaus und seinen Betreuungseinrichtungen in der Gebirgsregion Kyichu auf 4400 Metern Höhe bald finanziert sind. Asia International mit dem Hauptsitz in Rom kann also mit einer starken deutschen Sektion sein 30-jähriges Bestehen begehen.

Bedauerlicherweise hatte sich Ana Chumachenco offenbar den Arm gebrochen und musste kurzfristig absagen. Doch mit einem charmanten Unterstützer wie Yang kein unlösbares Problem: Hochkarätige Neuzusagen waren sogleich erteilt. Ganze sieben Musiker sind es letztendlich geworden, die plan- und außerplanmäßig Raritäten auftischten. Schon zur Eröffnung gab es Exotik: Schumanns Andante und Variationen für zwei Klaviere, zwei Celli und Horn op. 46 von 1843 ist in dieser Besetzung ein geradezu singuläres Werk. Zudem ein gewagtes Klangexperiment, das allerdings schon nach wenigen Takten entschärft war: Schumann schrieb ein Klavierdoppelkonzert mit einem seltsam anmutenden Miniorchester, das vor allem die einfühlsamen Farbfolien hinter der poetischen Schwärmerei ausbreitete.

Richtig orchestral wurde es erst in den intensiven Verdichtungen. Während das Klavierduo Paola De Piante Vicin und Adrian Oetiker an zwei Flügeln im erzählerischen Auf und Ab feinsinnige Charaktervariationen kreierte, übten sich Yang, Laura Szabo (Violoncello) und François Bastian (Horn) in behutsamen Farbklangmixturen, die Schumann eine geradezu impressionistische Konzeption nachwiesen. Auch wenn sein Adagio und Allegro op. 70 für Horn und Klavier nicht minder warm im Ton und empfindsam begann, demonstrierten Oetiker und Bastian sogleich den Unterschied zum Zeitgerechten mit der Klangsprache der Romantik.

Klangsinnlichkeit blieb aber auch Thema insbesondere in der ersten Konzerthälfte, die eben nicht von ungefähr in der Sonate für Violoncello und Klavier von Debussy, dem Impressionisten schlechthin, kulminierte. De Piante Vicin und Yang fokussierten diesen Aspekt. Bei der Vielfalt an Erfindungen war das schon eine große Herausforderung: das Kontrastprogramm mit durchgehendem Spannungsbogen zu fassen. Die Homogenität des Duos überraschte angesichts der kurzen Vorbereitungszeit, ist doch die Wanderung von der kraftvollen Feierlichkeit des Auftakts über zart tönende Elegien und bluesige Heiterkeit bis hin zum nachdrücklichen Höhepunkt schon eine kleine Weltreise. Im Grunde knüpfte im Finale auch Ravels "La Valse" - ein "Poème chorégraphique" für Orchester - in der Version für zwei Klaviere an dieses Konzept an, doch innerhalb eines begrenzten harmonisch-melodischen Vokabulars. Das Duo De Piante Vicin und Oetiker tarierte die dissonanten Klangmixturen sorgfältig aus, formte satte Fülle in wuchtigen Ausbrüchen und nahm sich auch klangschön zurück, wenn es um vergnügte Leichtigkeit ging, ohne jedoch jemals die charmante Walzerseligkeit zu vernachlässigen.

Zu den Raritäten des Abends zählte zweifelsohne auch Hummels Introduktion, Thema und Variationen über ein russisches Lied "Die schöne Minka" op. 78 für Flöte (András Adorján), Violoncello und Klavier (Michael Schäfer). Nach einem schönharmonischen Gesang in der Exposition des Themas folgten auch hier reichhaltige Klangfarb- und Charaktervarianten: mal tänzerisch, mal verspielt, dramatisch, furios oder mysteriös. Adorján setzte aber noch eine Überraschung drauf, die gar nicht auf dem Programm stand, und präsentierte mit Schäfer am Klavier die 1902 entstandenen "15 baschkirischen Melodien" des zweifelsohne zu Unrecht vernachlässigten russischen Komponisten Alexander Gretschaninow. Im Grunde ging es auch hier darum, aus dem Vollen zu schöpfen, sodass die 15 Melodien die Charakteristik der vorangegangenen Variationszyklen vergleichbar reichhaltig anführten. Die vielen Zuhörer zeigten sich begeistert