Veranstaltungsinfo

So, 22.04.2018
18.00 Uhr
Heimspiel
Sonstiges
12,00 / 5,00 €*
* Vorverkauf ab 25.11.2017

Mitsingkonzert: "DU SINGST...VERY BRITISH"

Nach dem letztjährigen Überraschungserfolg des Mitsingkonzertes mit über 100 Mitwirkenden heißt es nun: „DU SINGST...VERY BRITISH!"
Wer möchte nicht Edward Elgars „Land of Hope and Glory“ oder Hubert Parrys Hymne „Jerusalem“ mitschmettern oder die launigen „Songs from the Bavarian Highlands“ kennenlernen? Geprobt wird wieder gemeinsam mit den Sängerinnen und Sängern des collegium:bratananium am Samstagnachmittag, und das Ergebnis wird dann am Sonntag der Öffentlichkeit präsentiert – mit der Unterstützung der Pianistin Lauriane Follonier und einem Bläserquintett. Für Mitwirkende und Publikum sicher wieder ein spannender Abend mit „Pomp and Circumstances“!

Leitung & Moderation JOHANNES X. SCHACHTNER
Mit KAMMERCHOR DES COLLEGIUM:BRATANANIUM
LAURIANE FOLLONIER, Klavier 
"COBRASS", Bläserquintett

Programm
HÄNDEL Zadok the Priest (Chor, Blechbläser und Klavier)
PARRY Jerusalem (Chor und Blechbläser)
ELGAR Song from the Bavarian Highlands (Chor und Klavier)
ELGAR Land of Hope and Glory (Chor und Blechbläser)
ARNE Rule Britannia! (Chor und Blechbläser)

Workshop: Anmeldung im Theaterbüro (Tel. 089 - 45 23 85 80)
SA 21. APR 2018 | 13:30 – 18:00 (Probe)
SO 22. APR 2018 | 16:00 (Generalprobe) | 18:00 (Konzert)
Kursbeitrag € 36, ermäßigt: € 32 (Gruppenanmeldung von mind. 6 Teilnehmern).
Jeder Teilnehmer erhält 2 Freikarten für das Konzert.

Gefördert durch:



Veranstalter: 
Theaterforum Gauting e.V.
Galerie 
Bilder der Veranstaltung

2018

Nach(t)kritik 
Aus einem Guss war gleich der Auftakt mit Georg Friedrich  Händels Krönungshymne „Zadok the Priest“. Begleitet von Pianistin Lauriane Follonier begeisterten der Chor des Gautinger „collegium bratananium“, verstärkt von hoch motivierten Sängerinnen, Sängern, sowie erstklassigen jungen Bläsern von der Musikhochschule beim Heimspiel. Dirigent Johannes X. Schachtner hatte die 80 Mitwirkenden in der Mitsing-Werkstatt „very British“ zu Höchstleistungen angespornt. Als das populäre „Land of Hope and Glory“ von Sir Edward Elgar im triumphalen  Fortissimo verklingt, trampelt das mitgerissene Publikum im bosco vor Begeisterung.     
Nach dem Überraschungserfolg des Gautinger Mitsingkonzerts 2017 „Du singst Oper“ präsentierte Johannes X. Schachtner am Sonntag das aktuelle Ergebnis des Workshops „Du singst…very British!“. Trotz sommerlichen  Kaiserwetters war der große bosco-Saal zu zwei Drittel gefüllt. Zu Recht.
Denn Johannes X. Schachtner hatte im nur eintägigen Workshop eine Meisterleistung vollbracht: „Pomp and Circumstances“ aus dem Insel-Königreich auf hohem Niveau.
„God save the King“: Zum Auftakt entfaltet der verstärkte Kammer-Chor des collegium Bratanaium mit Pianistin Lauriane Follonier und dem ausgezeichneten Profi-Bläser-Quartett den barocken Pomp der Krönungs-Hymne „Zadok the Priest“ von Georg Friedrich Händel. Nach dem triumphalen „God save the King“ mündet das wunderbar gesungene  „Amen“ des Chors mit virtuos gespielten Läufen der Pianistin im grandiosen „Allelja!“ aus 80 Kehlen. Stürmischer Applaus im bosco: Kein Wunder. Die effektvolle Hymne des deutsch-britischen Komponisten Georg Friedrich Händel ertönt auch noch heute vor jedem Champions-League-Spiel, verrät der 32 Jahre junge Dirigent Johannes X. Schachtner beim bosco- „Heimspiel.“
Mit „Jerusalem“ von Sir Hubert Parry, eine weitere Nationalhymne des United Kingdom, feiert die anglikanische Kirche ihr grünes Land – und die Christianisierung: Bekräftigender Gesang „Till we have built Jerusalem in England`s green and pleasant land“ schwillt an zu beeindruckendem Fortissimo.  Beifall: Kaum zu glauben, dass Johannes X. Schachtner seinen Werkstatt-Chor in nur einem Tag zu dieser Leistung motiviert hat. Denn die aufgeführten Lieder, von denen die Sänger zuvor zwar die Noten kannten, waren höchst anspruchsvoll.
Zum Beispiel die selten zu hörenden Weisen „From the Bavarian Highlands“: Seine Ehefrau Alice, die einst im Voralpenland bei Garmisch urlaubte, hatte den Romantikkomponisten Sir Edward Elgar Ende des 19. Jahrhunderts zu diesen sechs Volksweisen inspiriert. So landete etwa der „Schnadahüpfler“ aus Oberbayern in Großbritannien:
Nur zu Klavierbegleitung, schwungvoll mit Echo, erhob sich das perfekt gesungene  „Hark! Hark!“ (Horch! Horch!) im Konzertsaal.
Wundervoll intonierten die Frauen- und Männerstimmen das sanft verklingende alpenländische Lied „False love“ (falsche Liebe). Als der letzte oberbayerisch-englische Song im schwungvollen „exultant we send“ (jubelnd senden wir) mit dahin jagendem Piano verklingt, braust wieder Beifall durchs bosco.
Und dann folgt wohl das berühmteste Stück von Sir Edward Elgar. Triumphal intoniert der von Johannes X. Schachtner ausgezeichnet präparierte Chor mit Bläsern und Pianistin die große Hymne „Land of Hope and Glory“ für King, Queen und anglikanische Kirche. Das „Pomp and Circumstances“ (Glanz und Gloria) mit dem tief berührenden jungen Profi-Bläserquintett von der Musikhochschule München  steigert sich vollends im letzten  überwältigenden, grandiosen Fortissimo der genial gebrieften 80 Frauen – und Männerstimmen: Getrampel, Applaus und Bravo-Rufe im Saal.
„Nun glauben Sie, das ist nicht mehr zu toppen“, sagt ein glücklich lächelnder Dirigent. Und dann folgt doch noch ein Bravourstück mit der Hymne „Rule Britannia“ von Thomas A. Arne aus dem 18. Jahrhundert. Dazu schwenkt ein Chorsänger den Union Jack. Ja, hätte es das Gautinger Mitsing-Konzert „very British“ schon früher gegeben, wäre Europa der Brexit erspart geblieben – vielleicht…
Dem Chor mit collegium Bratananium-Sängern wurde jedenfalls bei etwa 30 Grad nichts geschenkt: Das hingerissene Publikum erklatschte sich nochmals  „Jerusalem“ als letzte Zugabe.     
Pressestimmen 
Draußen brennnt die Sonne vom Himmel, im Saal des Gautinger Bosco proben Frauen und Männer für ein Mitsing-Konzert. Johannes X.  Schachtner dirigiert 80 engagierte Sänger.

Gauting – „Takt 23“ ruft der junge Dirigent Johannes X. Schachtner den Bässen zu, „und jetzt die Tenöre“. Schon ist ein kräftiges mehrstimmiges „borning gold“ aus der britischen Hymne „Jerusalem“ zu hören. „Ich bin zum zweiten Mal dabei – und ganz begeistert“, bekennt Sopranistin Sibylle Sommer während der kurzen Kaffee-Pause.

Es ist ein eindrucksvolles Bild: Mit dem rotblauen Chorbuch „Du singst…very British!“ haben sich Samstagnachmittag 80 Frauen und Männer im Gautinger Bosco-Saal aufgereiht. Vorn neben dem Flügel gibt Johannes X. Schachtner die Einsätze. Seine Frau, die Pianistin Laurianne Follonier, begleitet den großen Chor am Konzertflügel.

Nach dem großen Erfolg von „Du singst…Oper!“ ist es bereits das zweite Mitsing-Werkstatt-Konzert, das der Gautinger Komponist und Dirigent Schachtner leitet. Externe Sänger verstärken die gut eingeübten Stimmen seines Kammerchors „collegium Bratananium“ vor dem großen Abschluss-Konzert am Sonntag. Zum Beispiel Henk Knuiman. Der gebürtige Niederländer mit dem weißen Vollbart wohnt seit drei Wochen in Weßling. „Meine drei Cousins singen im Gautinger Kammerchor mit“, erzählt der Tenor. Deshalb hat sich der 59-Jährige, der einst in Arnheim die Hauptrolle des „Jesus Christ“ sang, spontan bei der Probe eingereiht. „Alles, was es zu singen gibt, macht mir Freude“, bekennt er. Auch für Musical begeistert er sich.

„Es sind genug Damen da. Jetzt gegen die Herren – und ein bisschen mehr Schwung: Sie müssen singen“, feuert Schachtner seine 80 Sängerinnen und Sänger an. „Land of Hope and Glory“ – die britische Hymne von Sir Edward Elgar steht jetzt auf dem Probenprogramm. „Das kennt jeder“, sagt der 32-jährige Dirigent mit breitem Grinsen. Zum eindrucksvollen Forte steigern sich die Frauen- und Männerstimmen, aber: „Das Land of Hope and Glory muss vor der Wiederholung etwas leiser klingen“, sagt Schachtner. Auch an dem zunächst lang gesungenen „mooother“ zu Ehren der Queen wird noch etwas gefeilt. „Kurz mother“ bittet der Dirigent freundlich.

„Zadok the Priest“: Die von Georg Friedrich Händel komponierte Krönungshymne begeistert den großen Gautinger Chor sofort. Denn die etwas abgewandelte Eröffnungsmelodie der Champions League lässt Fußballteams und ihre Fans auf der ganzen Welt regelmäßig erschauern. „Nicht alle sind auf dem selben C“, bringt der Dirigent gekonnt Bässe und Tenöre zusammen auf den gemeinsamen Punkt. „Wir haben einen so schönen großen Chor“, feuert der Dirigent die Sänger nochmals an.

Kaffeepause. Klar, dass eine solch große Chorleistung nicht in einer Werkstatt von zwei Wochenendtagen zustande kommt, räumt Schachtner ein. Deshalb hörten sich die Mitwirkenden schon zuvor in die Werke ein. „Ich will meine Leute nicht zwei Tage schleifen, sondern sie dabei unterstützen, bei dem, was da ist“, erklärt der Leiter des „collegium bratananium“

„Für mich ist das ein wunderbarer Ausgleich“, sagt Kaufmann Ludwig Kultzen. Er hat sich ein Bein gebrochen. Das hält ihn aber nicht vom Mitsingen ab. Auf zwei Krücken geht er zurück zur Probe im Bosco-Saal.