Veranstaltungsinfo

Fr, 13.10.2017
20.00 Uhr
Vielklang
22,00 / 10,00 €*
* Vorverkauf ab 08.07.2017

Ludwig Seuss Band: Ludwig Seuss an the Boogie men

Boogie Woogie und Piano-Blues mit viel New Orleans Groove, Rock ´n´ Roll un einem Schuss Zydeco. Special gueast: Dr. Will
Das 40-jährige Bandjubiläum feiert der Spider Murphy Gang Pianist Ludwig Seuss mit seinen Kollegen in der Olympiahalle. Einem großen Publikum ist er in dieser Rolle seit 30 Jahren bekannt. Fast ebenso lang hat Seuss seine eigene Band, mit der er seine Leidenschaft für die Roots- und speziell für Bluesmusik aus den Südstaaten der USA pflegt.
 
Auf seiner mittlerweile 17. CD geht es diesmal zurück zu den Anfängen. Auf vielfachen Wunsch hat er sich wieder ganz dem Boogie Woogie und dem Piano-Blues gewidmet, wie er ihn zu Beginn seiner Karriere in vielen Clubkonzerten solo, oder mit der Nick Woodland Band zelebriert hat. So geht es auf „Ludwig Seuss and the Boogie Men“ zurück zu den Boogieklassikern „Honky Tonky Train Blues“ oder Pinetop´s Boogie“ und zu eigenen Kompositionen wie „Wuermtal Lullaby“, „Fessology“ oder dem meditativen, Louisina Red gewidmeten „Blues for Red“.
 
Die reine Boogielehre war Ludwig Seuss aber schon immer zu einseitig, deshalb ist alles mit viel New Orleans Groove, Rock´n´Roll und einem Schuss Zydeco angereichert. Vom typischen „Chicago Bound“ – Bluesshuffle bis zum live aufgenommenen „Schuitog“ von und mit Günther Sigl.

LUDWIG SEUSS, piano, accordion, vocals
TOM PESCHEL, bass
CHRISTOPH BÖHM, guitar
MANFRED MILDENBERGER, drums
Special guest
DR. WILL, vocals, percussion, rubboard
Veranstalter: 
Theaterforum Gauting e.V.
Galerie 
Bilder der Veranstaltung

2017

Nach(t)kritik 

Willkommen bei Freunden: Ludwig Seuss and The Boogie Men ließen heute Abend eine wunderbare Ahnung dessen erlebbar werden, was wohl in den Blues- und Boogiebars in New Orleans stattfindet. So ungefähr muss das wohl sein, dass alle, die sich dort treffen, ein Instrument spielen und dieses auch dabei haben, dass sie einander die musikalischen Bälle zuspielen, einander zuhören und miteinander zu einem Ganzen verschmelzen und dabei so ungeheuer viel Spaß haben, dass der Funke immer wieder neu überspringt und alle mitreisst, die gekommen sind, um einfach nur zuzuhören.

Die Band, das sind neben Pianist und Sänger Ludwig Seuss (der immer wieder auch mal in die Tasten des Akkordeons greift) der Bassist Tom Peschel, der Schlagzeuger Manfred Mildenberger, der Gitarrist Christoph Böhm und als Special Guests an diesem Abend der junge Gautinger Saxophonist Tom Förster und der Sänger und Percussionist Dr. Will. „Der Ludwig und ich haben uns vor vielen Jahren über unsere gemeinsame Liebe zur Musik aus New Orleans kennengelernt“, berichtet Dr. Will und stimmt einen Song an, den er gemeinsam mit Seuss geschrieben hat und der „wie von dort klingt“ - „Ring your bell“. Natürlich steigt die Liebe zu Blues und Boogie wie Leuchtraketen auf, genauso wie bei den umgewidmeten und neu arrangierten Klassikern wie „Sea Cruise“ oder Songs von Fats Domino. Manche Stücke haben schon mehrere Jahrzehnte auf dem Buckel, andere sind jüngeren Datums, aber allen gemeinsam ist, dass sie taufrisch klingen. Die Anwesenheit von mehreren Generationen im Publikum trägt dem Rechnung.

Ganz besondere Perlen sind die Zydeco-Stücke, zu denen Ludwig Seuss auf dem Akkordeon spielt. Ein Titel wie „Big big love“ ist absolut tanzbar, so richtig unter die Haut aber geht der letzte Song vor der Pause, der beim Zuhören gleich ein ganzes Roadmovie im Kopf entstehen lässt von endloser Weite, verlassenen Orten, im Wind schwebenden Papiertaschentüchern. Ein Bogenschlag vom Amerika des klassischen Blues und Zydeco hinüber ins Würmtal, wo andere und doch ähnlich tief unter die Haut gehende musikalische Bilder wach werden, wie der hier entstandene Titel „To the moon“ beweist.

„Ich habe gehört, das hier sind alles deine Homies, Ludwig“, verkündet Dr. Will und bringt nach einem kurzen Probelauf den Saal zum Mitsingen. Spätestens bei „See you later, alligator“ sind die Homies dann alle mit am Start und ringen der Band noch zwei Zugaben ab. Sag noch einer, dass in Gauting kein Blues möglich wäre. Im Grunde genommen ist er hier zuhause.