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LOCATION:Oberer Kirchenweg 1\, 82131 Gauting
DESCRIPTION:In der Reihe &bdquo\;Die Liebe h&ouml\;ret nimmer auf&ldquo\; geht es um das &auml\;lteste Thema der Menschheit &ndash\; und das ist die sch&ouml\;nste Sache der Welt\, oder? Leider nicht\, nicht nur. Oder auch Gott sei Dank nicht. W&auml\;re die Geschichte nicht eine so sch&ouml\;n komplizierte\, g&auml\;be es auch nicht so viele wunderbare Texte auf dieser Welt.\n
Der griechische Philosoph Plato geht von dem Bild aus\, dass der Mensch einst die Gestalt einer Kugel hatte\, bis diese Kugel in zwei H&auml\;lften geteilt wurde. Seither suchen sich die beiden H&auml\;lften\, sie m&ouml\;chten sich wieder vervollst&auml\;ndigen. Diese Suche ist die Sehnsucht\, die bald zutiefst begl&uuml\;ckend\, bald auch voller Schmerz sein kann.\n
Sie sucht die Erf&uuml\;llung\, die zutiefst begl&uuml\;ckend ist &ndash\; und immer neue Wiederholung w&uuml\;nscht\, weil alle Lust Ewigkeit will\, aber eben nicht permanenten Bestand hat. Gefahr neuer Befremdung\, wenn nicht Entfremdung droht. Nie bleibt die wiederhergestellte Einheit ohne weiteres bestehen\, schon gar nicht von selber. Schmerz steht zu bef&uuml\;rchten\, so dass neue Sehnsucht entstehen kann: die Kugelgestalt wieder zu erneuern oder Bestandteil einer neuen Kugelform zu werden. So gehen Sehnsucht und Erf&uuml\;llung eine eigent&uuml\;mliche Partnerschaft ein.\n
Ob die Erf&uuml\;llung der Tod der Sehnsucht ist\, wie manche meinen\, oder ihr begl&uuml\;ckendes Ziel\, ist Gegenstand unendlich vieler Geschichten\, weil unendlich vielen Menschen in ihrem Leben diese Geschichten begegnen. Wir geben uns ganz einfach diesen Erz&auml\;hlungen hin.\n
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Teil 2: Schau mir in die Augen &ndash\; Die reife Liebe\n
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&bdquo\;Warum gabst du uns die tiefen Blicke / Unsre Zukunft ahndungsvoll zu schaun\, / Unsrer Liebe\, unserm Erdengl&uuml\;cke / W&auml\;hnend selig nimmer hinzutraun?&ldquo\;\, beginnt Goethes ber&uuml\;hmtes Gedicht\, und es endet so: &bdquo\;Gl&uuml\;cklich\, da&szlig\; das Schicksal\, das uns qu&auml\;let\, / Uns doch nicht ver&auml\;ndern mag.&ldquo\; Untr&uuml\;glich bleibt der Augenblick\, in dem sich k&uuml\;nftig einander Liebende begegnen: &bdquo\;Schau mir in die Augen&ldquo\;\, sagt Humphrey Bogart zu Ingrid Bergman\, alias Rick zu Elsa\, zwar nur in einer fr&uuml\;hen Synchronfassung\, doch hat sich dieser Satz in unser aller Ged&auml\;chtnis eingepr&auml\;gt\, f&uuml\;r immer. In Jean-Antoine Watteaus\, 1717 entstandenem\, Gem&auml\;lde Einschiffung nach Kythera wird die Landpartie zum Versammlungsplatz\, zum Hafen als Ausgangspunkt zur &Uuml\;berfahrt auf die Liebesinsel\, verbunden mit dem gro&szlig\;en Versprechen f&uuml\;r den Aufbruch in die Freiheit. &nbsp\;&bdquo\;Ich bin so wild nach deinem Erdbeermund\, / ich schrie mir schon die Lungen wund&ldquo\;\, so schreit Klaus Kinski sich schon fast selber die Lungen wund\, wenn er Villons ber&uuml\;hmte Ballade rezitiert. Obgleich vom Isartal die Ethnographie wei&szlig\;\, dass die Frauen sich leider nichts Gutes im Ehestand erwarten (&bdquo\;Sie haben ihr junges Leben genossen\, und selten treten sie aus Liebe und Neigung zum Altar&ldquo\;)\, beginnen an der Isar am 5.8.1912 der Verfasser des Skandalromans Lady Chatterley&lsquo\;s Lover D. H. Lawrence und seine Geliebte\, die verheiratete Frida von Richthofen\, ihre Wanderung &uuml\;ber die Alpen nach Italien\, wie von Sinnen ineinander verliebt und entschlossen\, jede Verbindung zur Vergangenheit abzubrechen\, mit Rucksack und Spirituskocher. Amour fou sondergleichen\, die in die Ehe m&uuml\;ndet.\n
&bdquo\;A liebt B\, aber B liebt C&ldquo\; ist der Klassiker trivialer oder auch nicht trivialer Liebesgeschichten\, aber in unserer kleinen Reihe geht es eher um die gegl&uuml\;ckten Begegnungen\, seien sie nur f&uuml\;r Augenblicke gelungen oder f&uuml\;r ein ganzes Menschenleben.&nbsp\; Viele Texte\, die zu h&ouml\;ren sein werden\, bilden einen Schwebezustand ab\, zwischen &bdquo\;Noch nicht&ldquo\; und &bdquo\;Nicht mehr&ldquo\;\, ein Zustand\, in dem so viel m&ouml\;glich ist\, was nicht wirklich sein oder werden muss\, aber oft Wirklichkeit werden kann.\n
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Konzeption &amp\; Moderation\n
GERD HOLZHEIMER\n
Sprecherin\n
JUDITH HUBER\n
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JUDITH HUBER\, geboren in Burghausen\, absolvierte eine Musicalausbildung an der Stage School Hamburg und studierte anschlie&szlig\;end an der Schule f&uuml\;r Schauspiel Hamburg. Nach einem festen Engagement in N&uuml\;rnberg gastierte sie u.a. in Z&uuml\;rich\, Berlin\, M&uuml\;nchen\, Hamburg und D&uuml\;sseldorf. Seit zehn Jahren ist sie freischaffend t&auml\;tig. Mit Christiane Pohle\, Katja Hensel und Stefanie H&ouml\;ner gr&uuml\;ndete sie das Ensemble Laborlavache. Zudem rief sie 1998 mit Eva L&ouml\;bau das sparten&uuml\;bergreifende Langzeitprojekt Die Bairische Geisha ins Leben. Neben diesen Projekten steht gleichberechtigt die Arbeit als Sprecherin\, auf der B&uuml\;hne oder vor der Kamera.
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SUMMARY:Gerd Holzheimer "Die Liebe höret nimmer auf" (2) Schau mir in die Augen – Die reife Liebe // Bosco Gauting
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