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LOCATION:Oberer Kirchenweg 1\, 82131 Gauting
DESCRIPTION:&bdquo\;Denn was vier Meter tief sein sollte\, ist auf der anderen Seite ein achtzig Stockwerke tiefer Abgrund. [&hellip\;] Auf der einen Seite der Abschluss einer Sackgasse\, auf der anderen Seite die Fassade eines Wolkenkratzers geradewegs hinab bis zu einer Gro&szlig\;stadtstra&szlig\;e. Klarer Fall\, er steht hier an einer Grenze\, an der Pforte zu einer magischen Megalopolis\, zu der er allein Zugang hat.&ldquo\; (Auszug aus dem Roman &bdquo\;Superhero&ldquo\; von Anthony MCcarten\n
Donald ist 14 und tr&auml\;umt von der ersten Liebe\, dem ersten Kuss\, dem ersten Sex. Doch er hat wenig Zeit &ndash\; er ist schwerkrank. Was ihm bleibt\, ist ein Leben im schnellen Vorlauf. Das schafft aber nur ein Superheld. Wie besessen zeichnet Donald Comics\, in denen sein unbesiegbarer Alter Ego&bdquo\;MiracleMan&ldquo\; gegen den&nbsp\; B&ouml\;sewicht &bdquo\;the Glove&ldquo\; und seine Gespielin &bdquo\;Nursey Worsey&ldquo\;&nbsp\; k&auml\;mpft. Aber kann MiracleMan ihm helfen? Oder braucht Donald ganz andere Helden?\n
Die Geschichte von Donald Delpe\, nach dem Jugendroman &bdquo\;Superhero&ldquo\; von Anthony McCarten\, wurde als deutsch/irische Kinoproduktion verfilmt und ist nun erstmals in M&uuml\;nchen als Theaterst&uuml\;ck zu sehen. Dabei werden alle Rollen von 9 Jugendlichen zwischen 15 und 18 Jahren aus M&uuml\;nchen und dem Landkreis Starnberg gespielt.\n
Gef&ouml\;rdert wird das Jugendtheaterprojekt vom Kulturreferat M&uuml\;nchen\, Abteilung Kulturelle Bildung / Think Big / Kreissparkasse M&uuml\;nchen-Starnberg.\n
25% der Gewinne der Vorstellungen werden an die Carreras Leuk&auml\;mie-Stiftung gespendet.\n
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Mitwirkende:\n
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Cedric Carr\, als Donald\n
Jasper Deindl\, als Adrian\n
Johannes Schreiber\, als Jim/Raff\n
Daniel Gonzales\, als Gummifinger/Jeff\n
Milla Weiler\, als Renata/Rachel\n
Alina Maria Lussine\, als Dr. Sipetka/Shelly\n
Delphine Cioffi\, als Krankenschwester/Tanya\n
Jawad Sankofa\, als Miracleman\n
&nbsp\;\n
Chris Hohenester\, Gesamtleitung\, Regie\n
Manuela M&uuml\;ller\, B&uuml\;hnenbild\n
Mika Braun\, Kost&uuml\;me\n
Anja Bauer\, Produktionsleitung und &Ouml\;ffentlichkeitsarbeit\n
\n
S&Uuml\;DDEUTSCHE ZEITUNG AM 09.06.2015\n
VIEL LEBEN IN SO KURZER ZEIT\, von Barbara Hordych\n
Ganz genau hatten es die acht Jugendlichen wissen wollen\, die seit Februar dieses Jahres die B&uuml\;hnenadaption des Jugendromans &quot\;Tod eines Superhelden&quot\; proben. Weshalb sie sich mit ihren Fragen direkt an den neuseel&auml\;ndischen Autor Anthony McCarten wandten. Wieso er ein Buch &uuml\;ber &quot\;such a heavy subject&quot\; geschrieben habe? Und wie er auf die Idee gekommen sei\, die Geschichte eines unheilbar an Krebs erkrankten Teenagers ausgerechnet mit schr&auml\;gen Comicszenen zu verkn&uuml\;pfen - gezeichnet von ebendiesem Helden\, dem 15-j&auml\;hrigen Donald?

&quot\;Es gab in den Achtzigerjahren den Fall eines Therapeuten\, der einem Teenager half\, seine Unschuld zu verlieren&quot\;\, antwortete der Autor auf die Fragen der 15- bis 18-J&auml\;hrigen. Auch seien seine Eltern beide an Krebs gestorben\, &quot\;so kamen diese beiden Dinge zusammen&quot\;. Dazu sei er selbst Vater dreier S&ouml\;hne\, von daher wisse er\, was Jungs in diesem Alter besch&auml\;ftige. Und nat&uuml\;rlich war er selbst auch einmal Teenager. Schon damals h&auml\;tten ihn Comics fasziniert\, deshalb liebe er es auch heute noch\, verschiedene Kunstformen in seinen Geschichten einzusetzen. Der Austausch mit dem in London und Los Angeles lebenden Autor erfolgte per Mail\, irgendwann schickten die Jugendlichen ihm auch erste Fotos von sich. Pl&ouml\;tzlich kam die Nachricht von McCarten: Er komme zur Premiere am Mittwoch\, um nach der Vorstellung mit den Darstellern und den Zuschauern zu diskutieren.

Eine Ank&uuml\;ndigung\, die sicherlich auch damit zu tun hat\, dass McCartens Frau\, die er vor einigen Jahren bei einer Lesung in M&uuml\;nchen kennengelernt hat\, aus der bayerischen Landeshauptstadt stammt. &quot\;Das ist nat&uuml\;rlich irre\; und wir sind sehr aufgeregt\, was er zu unserer Auff&uuml\;hrung sagen wird&quot\;\, meint Milla Weiler\, 16\, die Tochter des Autors Jan Weiler. Im St&uuml\;ck ist sie doppelt besetzt\, zum einen spielt sie Donalds Mutter\, zum anderen ist sie in der Comic-Parallelwelt Rachel\, die Freundin von Donalds muskul&ouml\;sem Alter Ego\, dem Superhelden &quot\;Miracleman&quot\;. Verk&ouml\;rpert von Jawad Sankofa\, wirbelt Miracleman w&auml\;hrend der Hauptprobe in roten Boxershorts in Breakdance-Moves &uuml\;ber die B&uuml\;hne\, schl&auml\;gt k&uuml\;hne Salti. Derweil erz&auml\;hlt Milla\, dass sie Regisseurin Chris Hohenester schon seit vielen Jahren kenne\, ist sie doch mit deren Tochter Delphine befreundet\, die in der Comic-Welt &quot\;Nursey Worsey&quot\; mimt\, die &uuml\;ble Gespielin von Miraclemans Widersacher &quot\;Gummifinger&quot\;.

&quot\;Ich habe ein St&uuml\;ck f&uuml\;r diese Altersgruppe gesucht\, das nicht nur witzig sein\, sondern auch eine Tiefe haben sollte&quot\;\, erz&auml\;hlt Regisseurin Chris Hohenester\, die am M&uuml\;nchner Residenztheater Theaterlabors f&uuml\;r Tanz und Bewegung leitet. Als Textgrundlage diente eine Fassung\, die ihr der Dramaturg des Jungen Ensembles Stuttgart &uuml\;berlassen hat. Mehrere ihrer Jungdarsteller castete sie bei der Jugend-Schauspielagentur Schwarz in Starnberg. Beispielsweise auch Cedric Carr\, 15\, der die Hauptfigur des krebskranken Donald verk&ouml\;rpert. Der schmale Junge mit der gr&uuml\;nen Wollm&uuml\;tze verf&uuml\;gt &uuml\;ber eine beeindruckende Palette von Ausdrucksm&ouml\;glichkeiten - er w&uuml\;tet auf der B&uuml\;hne\, wenn er alleine ist\, er reagiert verstockt\, wenn der Therapeut ihm Gespr&auml\;chsangebote macht\, er ist verwirrt\, als die kesse Shelly ihn antanzt. Zynische Spr&uuml\;che beherrscht Cedric genauso wie verzweifelte Sprachlosigkeit\, nur eines kann er nicht: Zeichnen. &quot\;Wir haben lange gesucht\, um jemanden zu finden\, der diesen Part f&uuml\;r Cedric &uuml\;bernimmt&quot\;\, sagt Hohenester. Die L&ouml\;sung stand eines Tages &uuml\;berraschend vor der T&uuml\;r. Ein Junge\, der vor dem Kulturzentrum im Westend\, in dem das Ensemble regelm&auml\;&szlig\;ig probte\, ein Graffiti auf ein Plakat spr&uuml\;hte. &quot\;Den haben meine Darsteller einfach gefragt\, ob er mitmachen will&quot\;\, so die Regisseurin. In der Inszenierung bringt Ludwig Dressler\, der die Fachoberschule f&uuml\;r Gestaltung besucht\, jetzt als Double von Donald dessen Phantasiebilder auf gro&szlig\;e\, wei&szlig\;e Leinw&auml\;nde - live\, w&auml\;hrend der Vorstellung.

Den Spagat zwischen Entwicklungsdrama und makabrer Kom&ouml\;die schafft Hohenesters Inszenierung genauso wie McCartens Roman und dessen Verfilmung &quot\;Das Ende eines viel zu kurzen Tages&quot\; (2012)\, zu der der Autor auch das Drehbuch geschrieben hat. Die schwarzhumorige und zugleich sensible Geschichte behandelt die f&uuml\;r einen 15-j&auml\;hrigen Jungen existenziellen Fragen. Denn Donald ist trotz seiner Krankheit auch ein ganz normaler Teenager\, der von der ersten Liebe\, oder doch wenigstens vom ersten Sex tr&auml\;umt. Aber es ist eben nicht leicht\, ohne Haare ein M&auml\;dchen anzusprechen. Da helfen auch die gro&szlig\;m&auml\;uligen Anmach-Ratschl&auml\;ge seines &auml\;lteren Bruders nicht viel. Kein Wunder\, dass sich Donald immer wieder in seine selbst erschaffene Fantasiewelt zur&uuml\;ckzieht. Die wird bev&ouml\;lkert von coolen und super sexy Figuren\, in deren Mittelpunkt er als unverletzlicher Miracleman steht.

Die schrillen Kost&uuml\;me dieser wunderbar frechen und rotzigen Comic-Protagonisten\, allen voran der auf hohen Plateauschuhen staksende B&ouml\;sewicht &quot\;Gummifinger&quot\;\, seine Gehilfin &quot\;Nursey Worsey&quot\; als Verk&ouml\;rperung eines sadomasochistischen Krankenschwester-Albtraums und die im silbernen Minikleid &agrave\; la &quot\;Star Trek&quot\; schillernde Rachel\, stammen von Mika Braun\, die schon bei der Ausstattung von Katja von Garniers &quot\;Ostwind&quot\;- und bei den &quot\;Wilde Kerle&quot\;-Filmen ihr Gesp&uuml\;r f&uuml\;r jugendliche Outfits bewiesen hat. Mit ihrem professionellen Blick sieht sie bei der Hauptprobe direkt\, dass etwas nicht stimmt. &quot\;Cedric\, deine Schuhe sehen aus wie frisch aus dem Gesch&auml\;ft\, denen fehlt die Patina&quot\;\, sagt sie\, als der Angesprochene in leuchtend blauen Sneakers die B&uuml\;hne betritt. Da hilft nur eines: Hinaus vor das Theater\, Sand und Staub sammeln und damit die Schuhe einreiben. Damit sie &auml\;lter und getragener aussehen\, als sie sind. Ein Verfahren\, das auch f&uuml\;r die kurzen\, intensiven Szenen stehen k&ouml\;nnte\, die von Donalds Erlebnissen und Sehns&uuml\;chten erz&auml\;hlen. Nicht von ungef&auml\;hr sagt Miracleman\, bevor er f&uuml\;r immer die Augen schlie&szlig\;t: &quot\;Heute Nacht habe ich ein ganzes Leben gesehen. Jetzt kann ich gehen.&quot\; Wenn das Leben kurz ist\, muss eben alles ein wenig schneller geschehen.

Tod eines Superhelden\, Mittwoch und Samstag\, 10. und 13. Juni\, 19.30 Uhr\, I-camp\, Entenbachstr. 37\;   18. und 20. Juni\, 20 Uhr. Bosco Gauting\; 28. und 29. Juni\, 19 Uhr\, Festival Rampenlichter


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SUMMARY:Jugendtheater Tod eines Superhelden // Bosco Gauting
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