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LOCATION:Oberer Kirchenweg 1\, 82131 Gauting
DESCRIPTION:Am Anfang scheint alles schon zu Ende zu sein: In &bdquo\;Bilder deiner gro&szlig\;en Liebe&ldquo\;\, Wolfgang Herrndorfs letztem Roman\, zeichnet der Autor eine d&uuml\;stere Welt. Sie ist bewuchert von dumpfen und r&auml\;tselhaften Menschen &ndash\; also genau jenem Anteil von Leuten\, vor denen Maik Klingenbergs Eltern in &bdquo\;Tschick&ldquo\; immer gewarnt haben\; nur dass Maik und Tschick ausschlie&szlig\;lich tolle Begegnungen mit tollen Fremden hatten. Nicht so Isa. Sie trifft im Grunde auf niemanden\, dem sie vertrauen kann &ndash\; au&szlig\;er sich selbst. Das macht ihre ohnehin schon hoffnungslose Situation noch aussichtsloser. Im Roman erkl&auml\;rt sie: &bdquo\;Der Abgrund zerrt an mir. Aber ich bin st&auml\;rker.&ldquo\; Aus schlimm wird schlimmer. Den ganzen Tag lang. Und doch gibt es eine Kraft\, die das M&auml\;dchen tr&auml\;gt. Atemlos folgt man einer Heranwachsenden\, die sich vorbehaltlos und unvorsichtig ins Leben schmei&szlig\;t. Isa ist eine &uuml\;ber-dem-Abgrund-Schwebende in ihrer Verr&uuml\;cktheit\, ihrer Radikalit&auml\;t und auch in ihrer Gef&auml\;hrdung. Ihre Einsamkeit ist nicht die Einsamkeit des Verlassenseins\; ihre Einsamkeit ist eine existentielle Erfahrung. Deshalb ist sie auch kein bedauernswertes Opfer\, sondern eine starke\, junge Frau.\n
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Wolfgang Herrndorfs unvollendetes Fragment erinnert an B&uuml\;chners &bdquo\;Lenz&ldquo\; &ndash\; gestrickt nach dem Muster einer road novel ist es nicht nur die eigenwillige Geschichte eines vierzehnj&auml\;hrigen M&auml\;dchens\, das barfu&szlig\; durch die Welt stolpert. Es ist auch eine Tarnung\, mit deren Hilfe Wolfgang Herrndorf vielleicht konsequenter denn je die Auf-sich-Zur&uuml\;ckgeworfenheit und Brutalit&auml\;t von Leben erz&auml\;hlt hat im Angesicht des Todes.\n
Jan Gehler hat nach &quot\;Tschick&quot\; auch diese Urauff&uuml\;hrung von Wolfgang Herrndorf auf die B&uuml\;hne gebracht. Er hat in Dresden u. a. bereits sehr erfolgreich die Urauff&uuml\;hrung &bdquo\;Ein Exempel&ldquo\; von Lutz H&uuml\;bner und Sarah Nemitz\, &bdquo\;Supergute Tage oder die sonderbare Welt der Christopher Boone&ldquo\; von Mark Haddon sowie zuletzt Shakespeares &bdquo\;Wie es euch gef&auml\;llt&ldquo\; inszeniert.\n
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Dauer der Auff&uuml\;hrung: 1 &frac34\; Stunden\, keine Pause\n
nach dem Roman von Wolfgang Herrndorf | Theaterfassung von Robert Koall | Urauff&uuml\;hrung&nbsp\;am&nbsp\;19.&nbsp\;M&auml\;rz&nbsp\;2015\n
Regie JAN GEHLER\n
mit LEA RUCKPAUL // HOLGER H&Uuml\;BNER\n
Regie Jan&nbsp\;Gehler\n
B&uuml\;hne Sabrina&nbsp\;Rox\n
Kost&uuml\;m Cornelia&nbsp\;Kahlert\n
Dramaturgie Julia&nbsp\;Weinreich\n
Licht Olaf&nbsp\;Rumberg\n
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&bdquo\;Ein trauriger Stoff. Hauptdarstellerin Lea Ruckpaul spielt ihn mit viel Leichtigkeit. Der Premierenabend am Staatsschauspiel Dresden &ndash\; er endet mit Stille. Und dann doch Applaus\, viel Applaus.&ldquo\; ARD Nachtmagazin\, 20.03.2015\n
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&bdquo\;&Uuml\;berragend gespieltes Theater. Lea Ruckpaul gewinnt alle Sympathien\, ist eine wunderbare m&auml\;dchenhafte Erwachsende\, ebenso energisch\, schlagfertig und impulsiv wie in die poetischen Textpassagen versunken.\n
Der um einen reichlichen Kopf gr&ouml\;&szlig\;ere Holger H&uuml\;bner steht der Protagonistin Isa an Liebensw&uuml\;rdigkeit nicht nach\, findet etwa bei der Erinnerung an seine erste Liebe auch zu anr&uuml\;hrend melancholischen T&ouml\;nen oder bei der Reminiszenz an &bdquo\;Tschick&ldquo\; zum Halbstarken-Gestus von Maik. Alle Register des Kom&ouml\;dianten beherrscht H&uuml\;bner mit trockenem Humor ohnehin\, man f&uuml\;hlt sich bei ihm reflexartig stets an den Klaus Uhltzscht aus Thomas Brussigs &bdquo\;Helden wie wir&ldquo\; erinnert.&ldquo\; nachtkritik.de / Dresdner Neueste Nachrichten\, 21.03.2015\, Michael Bartsch
&bdquo\;Behutsam\, klar\, sparsam\, zart l&auml\;uft der Abend ab. Lea Ruckpaul spielt Isa suchend und k&auml\;mpferisch\, sie gibt ihr Ironie in langen Monologen. Man sieht sie gern. Behutsam\, klar\, sparsam\, zart l&auml\;uft der Abend ab. Holger H&uuml\;bner macht aus kleinen Rollen viel. Er spielt den brummigen Kapit&auml\;n\, der v&auml\;terlich Isas verletzten Fu&szlig\; verbindet. Sp&auml\;ter gibt er einen ruppigen Mann und schlie&szlig\;lich Tschicks Kumpel Maik\, h&uuml\;bsch &uuml\;berzogen mit h&auml\;ngendem Kopf.\n
Als Hommage an einen klugen\, gewitzten Autor l&auml\;sst sich der Abend gut empfehlen.&ldquo\; S&auml\;chsische Zeitung\, 21.03.2015\, Rafael Barth

&bdquo\;Lea Ruckpaul\, die schon in &sbquo\;Tschick&lsquo\; Isa war\, spielt toll. Eine kleine Person mit ungeheurer B&uuml\;hnenpr&auml\;senz.&ldquo\; Dresdner Morgenpost\, 21.03.2015\, Guido Glaner

&bdquo\;Mich hat vor allem das M&auml\;dchen &uuml\;berzeugt. Die Schauspielerin wird in Erinnerung bleiben und sie wird ihren Weg gehen.&ldquo\; Deutschlandradio Kultur/Fazit\, 19.03.2015\, Volker Trauth

&bdquo\;Man sp&uuml\;rt sie\, Isas Frechheit\, ihre Verr&uuml\;cktheit\, ihr Selbstbewusstsein\, ihren lebensbejahenden Weltzweifel\, von Minute zu Minute mehr. Ruckpaul schl&uuml\;pft in ihre Figur wie in ein paar enge\, elastische Schuhe. Der Schuhanzieher\, das ist Herrndorfs Text.\n
Unaufdringlicher als hier kann man dem Schriftsteller Wolfgang Herrndorf &ndash\; und seinem Werk &ndash\; kaum huldigen.\n
Der materielle Minimalismus des B&uuml\;hnenbilds &ndash\; und der gesamten Inszenierung &ndash\; m&ouml\;gen nebenbei den Theateretat schonen. In erster Linie aber &uuml\;berzeugt diese Kargheit &auml\;sthetisch\, weil sie alle Konzentration auf die Worte lenkt\, und auf die Weise\, wie Lea Ruckpaul diesen Worten Geltung verschafft.&ldquo\; Neues Deutschland\, 21.03.2015\, Martin Hatzius

&bdquo\;Nein\, als Erbauungsst&uuml\;ck f&uuml\;r Jugendliche\, gar als Mutmachtheater im Sinne Volker Ludwigs taugt das nicht. Zum Kassenkn&uuml\;ller &agrave\; la &sbquo\;Tschick&lsquo\; auch nicht. Aber zu einem leisen\, poetischen Theaterabend.\n
Den Teenager\, das rotzige\, pseudo-abgebr&uuml\;hte\, sehns&uuml\;chtige M&auml\;dchen\, spielt Lea Ruckpaul &uuml\;berzeugend. Jan Gehler inszeniert behutsam\, er will den Text wirken lassen.&ldquo\; S&uuml\;ddeutsche Zeitung\, 26.03.2015\, Mounia Meiborg
&bdquo\;Ein wohltuend unaufgeregter\, angemessener Abend in memoriam Wolfgang Herrndorf.&ldquo\; Theater heute\, Mai 2015\, Christine Wahl
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SUMMARY:Staatsschauspiel Dresden Bilder deiner großen Liebe - Wolfgang Herrndorf // Bosco Gauting
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