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LOCATION:Oberer Kirchenweg 1\, 82131 Gauting
DESCRIPTION:Kultur und Staatlichkeit waren im Ideal der Polis des antiken Griechenland zusammen mit spiritueller Besinnung eine so selbstverst&auml\;ndliche Einheit\, dass sie nicht reflektiert zu werden brauchten. An den Tagen\, an denen die Vollb&uuml\;rger zur Volksversammlung kamen\, um &uuml\;ber Gesetzesvorlagen abzustimmen\, gab es abends Theater\, gro&szlig\;es Theater\, drei Trag&ouml\;dien hintereinander\, beschlossen von einem saftigen Satyrspiel.\n
Aristophanes zum Beispiel\, Kom&ouml\;dienschreiber von Beruf\, war ein Gro&szlig\;meister des &bdquo\;Derbleckens&ldquo\;. In seinen St&uuml\;cken marschieren K&uuml\;chenger&auml\;te als Zeugen bei einem Prozess auf\, Wespen\, Fr&ouml\;sche und V&ouml\;gel st&uuml\;rmen die B&uuml\;hne\, die Fr&ouml\;sche quaken. In der Kom&ouml\;die Die Ritter\, l&auml\;sst er nichts unversucht\, Kleon\, den Gegenspieler des demokratischen Supermanns Perikles\, &bdquo\;diakomode&icirc\;n tina&ldquo\;\, also &bdquo\;sauber durchzulassen&ldquo\;\, als hinterfotzigen Demagogen. Ein Wurstverk&auml\;ufer mit dem Namen &bdquo\;Agorakritos&ldquo\;\, also &bdquo\;Standl-Politiker&ldquo\;\, soll ihn st&uuml\;rzen\, was die Sache nicht besser macht. &bdquo\;Er steckt alle Welt in seinen Wurstkessel\, r&uuml\;hrt alles kr&auml\;ftig durch&hellip\;\, so lange\, bis jeder aus diesem Gral wieder emporsteigt wie Ph&ouml\;nix aus der Asche\, in der ehrw&uuml\;rdigen Tracht eines Marathonk&auml\;mpfers\, aber zum W&uuml\;rstchen verj&uuml\;ngt&ldquo\;\, so Lenz Pr&uuml\;tting in seiner dreib&auml\;ndigen Studie &uuml\;ber den Homo ridens\, den lachenden Menschen. Der &bdquo\;demokratische Wurstkessel als Jungbrunnen\, der Blutwursth&auml\;ndler als der neue Hoffnungstr&auml\;ger der athenischen Polis&ldquo\; &ndash\; das muss man sich mal geben: Blunzen gebacken\, Abendland pur. Der W&uuml\;rstlstand als abendl&auml\;ndische Denkerbude!\n
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Bei aller gebotenen Ernsthaftigkeit wird es an den Abenden in der Veranstaltungsreihe &quot\;Wie h&auml\;tten wir&acute\;s denn gern?? auch unterhaltsam: durch die Auswahl der Texte und ihrer Darbietung durch professionelle Sprecherinnen und Sprecher. Keine staatsrechtlichen Ausf&uuml\;hrungen sind also zu erwarten\, keine L&ouml\;sungsmodelle\, aber Denkans&auml\;tze im Spiegel von Literatur\, Philosophie und Kunst. Gerade in unkommoderen Zeiten darf man eines unter gar keinen Umst&auml\;nden vergessen: das Lachen.\n
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SUMMARY:Gerd Holzheimer Wie hätten wir's denn gern? Ein Idiot\, wer nicht sein eigener Politiker sein will: Der Stadtstaat in der Antike (1) // Bosco Gauting
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