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LOCATION:Oberer Kirchenweg 1\, 82131 Gauting
DESCRIPTION:Allerdings macht Friedrich Klingner in seiner Untersuchung R&ouml\;mische Geisteswelt darauf aufmerksam\, dass eben diese R&ouml\;mer ihr urspr&uuml\;nglich unbedeutendes St&auml\;dtchen nicht nur zur Weltherrschaft\, sondern auch zu einer &bdquo\;Idee von unersch&ouml\;pflicher Strahlkraft&ldquo\; bringen. Gleichzeitig kann man nicht &uuml\;bersehen\, dass ein Augustus\, dem Vergil die Aeneis als r&ouml\;mischen Gr&uuml\;ndungsmythos gewidmet hat\, gemetzgert hat wie kaum ein anderer &ndash\; bis er zum selbsternannten &bdquo\;Friedenskaiser&ldquo\; wurde. Weshalb Ovid\, erst der Star der r&ouml\;mischen Literaturszene\, bei seinem Kaiser Augustus derart in Ungnade f&auml\;llt\, dass dieser ihn ans damalige Ende der Welt\, an die K&uuml\;ste des Schwarzen Meeres\, verbannt\, werden wir nicht ergr&uuml\;nden k&ouml\;nnen.\n
Von der Apocolocyntosis spricht der Stoiker Seneca\, der &bdquo\;Verk&uuml\;rbissung&ldquo\; seines Kaisers Claudius\, der bei ihm nuschelt\, hinkt und gern spielt. Ein Nachfolger in der Schule der Stoa ist selber Kaiser von Beruf\, Marc Aurel mit Namen. Von ihm stammen die Selbstbetrachtungen\, die man jedem Selbsterfahrungskurs als erste Lektion empfehlen m&ouml\;chte\, denn das Buch hei&szlig\;t im Original ta eis eaut&oacute\;n\, also w&ouml\;rtlich &uuml\;bersetzt: &bdquo\;gegen sich selbst&ldquo\;\, auf Lateinisch: ad se ipsum\; das ist gemeint mit &bdquo\;Selbstbetrachtungen&ldquo\;: Was man gegen sich selbst einzuwenden vermag. &bdquo\;Nicht verkaisern&ldquo\; m&ouml\;chte er\, der gute Mann\, das w&uuml\;nscht man jedem Politiker. Vielleicht spinnen die R&ouml\;mer doch nicht nur\, wie man in einem kleinen Dorf in Gallien unweit von Kleinbonum immer wieder stark vermuten muss. Rom bleibt uns als Idee erhalten\, als Idee der Humanit&auml\;t\, als Weg\, der im Menschen angelegt ist\, im Wandel zu seiner Vollendung zu gelangen. &bdquo\;Glaubt mir\, in der ganzen Welt geht nichts zugrunde&ldquo\;\, schreibt Ovid in seinen&nbsp\; Metamorphosen.\n
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Reihe: Wie h&auml\;tten wir&#39\;s denn gern? Modelle f&uuml\;r Staat und Gesellschaft.\n
Konzeption &amp\; Moderation: GERD HOLZHEIMER\n
Sprecher: MATTHIAS FRIEDRICH
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SUMMARY:Gerd Holzheimer Der Staat ist unser Sach: Die res publica der Römer (2) // Bosco Gauting
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