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LOCATION:Oberer Kirchenweg 1\, 82131 Gauting
DESCRIPTION:Menschen fliehen vor Armut und Krieg\, der Missachtung ihrer Menschenrechte\, Zerst&ouml\;rung von Kultur und der Ausl&ouml\;schung des Individuums in ihren Heimatl&auml\;ndern. Obwohl ihre Flucht das Zur&uuml\;cklassen\, meist den endg&uuml\;ltigen Verlust ihrer Heimat und ihrer Familie bedingt\, machen sie sich auf einen unw&auml\;gbaren und gef&auml\;hrlichen Weg\, an dessen Ende sie nur allzu oft mit den nahezu un&uuml\;berwindbaren Abschottungsstrategien und Zur&uuml\;ckweisungen der Aufnahmel&auml\;nder konfrontiert werden.\n
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Ariane Mnouchkine\, Mitbegr&uuml\;nderin und Leiterin des Th&eacute\;&acirc\;tre du Soleil\, hat in den Jahren 2001 bis 2003 &uuml\;ber 400 Interviews mit Fl&uuml\;chtlingen und Asylsuchenden &uuml\;berall auf der Welt gef&uuml\;hrt. Ihr daraus entstandenes Projekt DIE LETZTE KARAWANSEREI gibt diesen Menschen Gesichter und ihren Geschichten Raum. Es sind Geschichten\, die &ndash\; obwohl in ihrer Zeit und an konkreten Orten verankert &ndash\; gegenw&auml\;rtig mehr denn je auch in anderen L&auml\;ndern ihre erschreckend genaue Entsprechung finden. Mnouchkine verzichtet auf Schuldzuweisungen und eindeutiges Schwarz-Wei&szlig\;-Zeichnen und l&auml\;sst gerade dadurch ein allgemeing&uuml\;ltiges\, zeitloses Kaleidoskop der menschlichen Entw&uuml\;rdigung entstehen\, das nur vereinzelt Momente der Hoffnung und Humanit&auml\;t durchscheinen l&auml\;sst.\n
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Deutsche Erstauf&uuml\;hrung\n
St&uuml\;ckdauer: ca. 2\,5 Stunden\, eine Pause\n
Einf&uuml\;hrung: 19.15 Uhr\n
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Regie JOCHEN SCH&Ouml\;LCH\n
B&uuml\;hne THOMAS FLACH\n
Kost&uuml\;me SANNA DEMBOWSKI\n
Licht HANS-PETER BODEN\n
Video DANIEL HOLZBERG\n
Dramaturgie KATHARINA SCH&Ouml\;FL\n
Maske NICOLE WEINFURTNER\n
Musik ELENI KARAINDROU\n
Regieassistenz DOMGOJ MASLOV\n
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Mit\n
BUTZ BUSE\, VANESSA ECKART\, LILLY FORG&Aacute\;CH\n
MARC-PHILIPP KOCHEND&Ouml\;RFER\, PATRICK NELLESSEN\n
JAMES NEWTON\, SOHIE ROGALL\, HUBERT SCHEDLBAUER\n
DASCHA VON WABERER\, WLI WASSERSCHEID\n
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Pressestimmen:\n
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DER SCH&Ouml\;NSTE THEATERABEND\n
Von Malve Gradinger\, M&uuml\;nchner Merkur 04.06.2016
Es ist der schmerzvollste\, zugleich sch&ouml\;nste und ber&uuml\;hrendste Theaterabend seit langem. Deshalb muss man &bdquo\;Die letzte Karawanserei&ldquo\; im M&uuml\;nchner Metropol sehen. Vorlage war Ariane Mnouchkines Projekt &bdquo\;Le dernier caravans&eacute\;rail&ldquo\;\, uraufgef&uuml\;hrt 2003 von ihrem Pariser Th&eacute\;&acirc\;tre du Soleil. Die gro&szlig\;e franz&ouml\;sische Theaterfrau befragte ab 2001 daf&uuml\;r 400 Fl&uuml\;chtlinge und Asylsuchende zwischen Frankreich und Zentralasien. Inzwischen ist Fl&uuml\;chtlings-Doku-Drama ja der gro&szlig\;e Trend &ndash\; als Schnell-Reaktion auf die aktuelle Krise. Metropol-Chef Jochen Sch&ouml\;lch packt das Thema eher in seiner Zeitlosigkeit an\, macht das immer schon da gewesene\, immer fortdauernde Elend der Benachteiligten\, Unterdr&uuml\;ckten und Machtlosen f&uuml\;hlbar &ndash\; den &Uuml\;berlebenskampf.\n
Es gibt wohl zwei spektakul&auml\;re Rettungsszenen von Fl&uuml\;chtenden in gef&auml\;hrlich tosendem Gew&auml\;sser (exzellente Videotechnik: Daniel Holzberg). Aber meist treten diese Mini-Dramen nur kurz und eindringlich aus der Stille heraus und verl&ouml\;schen wieder im schweigenden Dunkel. Man sitzt wie unter einer Haube der Beklemmung\, wenn eine Mutter ihre Tochter zur Prostitution dr&auml\;ngt\, um das Schleusergeld zusammenzukratzen\; wenn die lernbegierige Tschetschenin der Enge des Dorfes durch Flucht in den Westen entkommen will\; wenn die Fl&uuml\;chtlinge sich durch ein Loch im Grenzzaun zw&auml\;ngen und sie vom Auffanglager aus daheim anrufen\, um den Eltern etwas vom sch&ouml\;nen Paris vorzul&uuml\;gen. Man wird sich\, fast besch&auml\;mt erschreckend\, auch wieder der eigenen pers&ouml\;nlichen Freiheit bewusst\, wenn die muslimischen Sittenw&auml\;chter lautlos hinter ihrer Gazewand hervortreten\, um ein Liebespaar zu bestrafen\, und der Imam mit Megafon unz&auml\;hlige Verbote br&uuml\;llt. Eine Frau ist nur noch vollverschleiertes\, rechtloses Objekt &ndash\; hier wird sie aufgeh&auml\;ngt.\n
Die t&auml\;glich durchs Fernsehen gelieferten Schreckensnachrichten haben uns abgebr&uuml\;ht. Bei Sch&ouml\;lch und seinen wunderbar konzentrierten Schauspielern hat man wieder gef&uuml\;hlt.

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SUMMARY:Metropoltheater Die letzte Karawanserei - von Ariane Mnouchkine // Bosco Gauting
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