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LOCATION:Oberer Kirchenweg 1\, 82131 Gauting
DESCRIPTION:Die Zentralperspektive zieht ein in die bildende Kunst und in die Architektur\, der Mensch steht im Mittelpunkt. Hat man an der Antike also auch ein Vorbild\, an das man sich halten kann\, so ist doch mit diesem Aufbruch ein ungeheurer Wagemut verbunden\, sich in dieses Neuland zu begeben\, in dem noch keiner war &ndash\; eine W&uuml\;ste aus Leerstellen sozusagen\, f&uuml\;r die eine neue Form gefunden werden muss. Den ungeheuren Schritt\, der da gewagt wird\, illustriert unter anderem ein Text\, den der italienische Humanist und Philosoph Giovanni Pico de Mirandola (1463 &ndash\; 1494) geschrieben hat (1496 ver&ouml\;ffentlicht). Er denkt so &bdquo\;&uuml\;ber die W&uuml\;rde des Menschen&ldquo\; nach: &bdquo\;Als Gott alle Dinge geschaffen hatte\, dachte er schlie&szlig\;lich daran\, den Menschen zu schaffen. Aber er hatte keine Form mehr f&uuml\;r ein neues Gesch&ouml\;pf\, noch Stoff\, mit dem er das neue Kind begabte\, noch einen Raum\, wo er als Betrachter des universums h&auml\;tte Platz finden k&ouml\;nnen.&ldquo\; Es ist praktisch schon alles besetzt\, jeder Raum und auch jede Form. Also setzt der Sch&ouml\;pfer den Menschen in die Freiheit\, was f&uuml\;r ein gewaltiger Wurf. Er setzt ihn in die Mitte der Welt und gibt ihm &bdquo\;keinen festen Sitz\, keine eigene Gestaltung&ldquo\;\, alles muss oder darf der Mensch sich selbst schaffen\, ohne Schranken\, nur nach seinem eigenen Willen. Dem Menschen\, so jubelt Mirandola\, ist &bdquo\;gegeben zu besitzen\, was er sich w&uuml\;nscht\, zu sein\, was er will.&ldquo\; So fordert es auch der Philosoph Wilhelm Schmid f&uuml\;r die Jetzt-zeit: &bdquo\;Dort wo das Herk&ouml\;mmliche fragw&uuml\;rdig wird\, wird die Gestaltbildung zur Aufgabe\, die kaum je abzuschlie&szlig\;en ist.&ldquo\;\n
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Reihe: Wie h&auml\;tten wir&#39\;s denn gern? Modelle f&uuml\;r Staat und Gesellschaft.\n
Konzeption &amp\; Moderation: GERD HOLZHEIMER\n
Sprecherin: GESCHE PIENING
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SUMMARY:Gerd Holzheimer Ich bin's - Wiedergeburt des Individuums in der Renaissance (4) // Bosco Gauting
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