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Erschienen in:   Starnberger Merkur
Veranstaltung:Seniorencafé

Seniorenbeirat ist stolz auf seine neue Homepage – Podiumsdiskussion zum Thema Pflege.

Seniorenbeirat Sebastian Fuchsberger war voll des Lobes über die neue Website. „Ich glaube nicht, dass es irgendwo in Bayern nochmals eine so hochprofessionelle Seite für Senioren gibt“, sagte er bei der jüngsten Sitzung des Gremiums und dankte dem Informatiker Sevin Ulukut, der die neue Website „seniorenbeirat-gauting.de“ mit Gautinger Wappen ehrenamtlich erstellt hatte. Seit Dezember ist sie am Netz. Mit einem Klick habe jede Nutzerin oder Nutzer die Angebote vor Ort auf dem Bildschirm, zum Beispiel „Gauting hilft“, Seniorencafé, Seniorenkino, AWO-Gedächtnistraining oder gemeindlicher Bürgerbus. „Über die Funktion des Kontaktformulars kann jeder schreiben, was ihn bedrückt“, forderte der Seniorenbeiratsvorsitzende Dr. Klaus Wagner die Generation 60 plus zum digitalen Dialog auf. Wer weder PC noch Smartphone besitze – wie dies bei zwei Gästen der Sitzung der Fall war –, der solle zum Beispiel seinen Enkel oder die Tochter schreiben lassen oder anrufen unter 089/ 791 59 49.

Einsamkeit sei ein großes Problem älterer Menschen, so Dr. Wagner weiter. Deshalb habe der Seniorenbeirat nicht nur „Gauting hilft“ mit Ehrenamtlichen gegründet, sondern auch Gesprächskreise zu Themen wie „Ersetzt künstliche Intelligenz den Menschen?“ „Reicht die Rente für das Alter?“ Er appellierte an die Senioren, das Angebot wahrzunehmen.

Seniorenbeirätin Gertraud Geschwendtner wird im April zum Thema „Pflege“ eine Podiumsdiskussion in der Bar des Gautinger Bosco organisieren. Denn: Durch die Tariferhöhungen seit 1. Februar man sei für eine Platz im Pflegeheim mit Kosten in Höhe von 4000 Euro zu rechnen, wenn man keine Pflegestufe hat. „Dafür reicht bei den meisten ihre Rente nicht.“ Private Vorsorge sei daher auch ein Thema für Bürger um die 40 Jahre. „Der Staat kann das nicht mehr leisten.“

Große Fragezeichen hängen über kurz oder lang auch über der künftigen Finanzierung der ehrenamtlichen Arbeit des Gautinger Seniorenbeirats: Denn die klamme Kommune Gauting bringe alle freiwilligen Leistungen auf den Prüfstand, so Wagner in der Sitzung. Dazu zählten auch das bisherige Jahresbudget von 1500 Euro für Veranstaltungen des Seniorenbeirats, das gemeindliche Seniorencafé oder der Bürgerbus. Seniorenbeirätin Ute Brack empfahl daher einen Testlauf für einen Würmtaler Mobilitätsservice „on demand“ (auf Verlangen), wie in Aying und Sauerlach übers Regionalmanagement München Südwest. Wenn die Gemeinde sparen wolle, könne man den Bürgerbus „on demand“ auch in die App des BRK-Mobiliätsdienstes „Gauting hilft“ integrieren, so Wagner weiter.

Die Seniorin Erika Westermann klagte darüber, dass der Gautinger Bürgerbus Stockdorf nicht bediene: Viele ältere Menschen wie sie selber wohnten oben beim TV Stockdorf. Manche seien auf ihren Rollator angewiesen und quälten sich mit ihren Einkäufen vom unteren Edeka-Großmarkt zu Fuß über die ansteigende Bahnstraße zurück nach Hause. Sie forderte ein Mobilitätsangebot.

09.02.2024, Christine Cless-Wesle