Ekkeland Götze arbeitet seit vielen Jahren an einem umfassenden künstlerischen Projekt: einem Bild der Erde. Dazu gewinnt er innerhalb klar definierter Einzelprojekte ERDE an vorher bestimmten Fundstellen.
Im bosco werden Werke von allen fünf Kontinenten gezeigt – entstanden aus Erden von seinen Reisen, die ihn unter anderem ins Amazonasgebiet, zu den Sioux nach Nordamerika sowie nach Australien, Japan, Island und Madagaskar führten.
Götze arbeitet mit einem einzigartigen Verfahren, das er Terragrafie nennt: Er sammelt Erden, die er unverändert auf Papier oder andere Bildträger druckt. Hinter der scheinbaren Einfachheit seiner quadratischen Arbeiten verbirgt sich die Geschichte und Spiritualität der Orte selbst: Von Vulkanen und heiligen Bergen bis zu Landschaften, die vom Klimawandel gezeichnet sind, spiegelt jedes Werk die Einzigartigkeit seines Ursprungs wider.
Zugleich öffnen die Arbeiten einen Raum für individuelle Deutungen und sind ein Medium interkultureller Begegnung: Die enge Zusammenarbeit mit den Menschen vor Ort, insbesondere mit indigenen Gemeinschaften, ist ein zentraler Bestandteil von Götzes künstlerischer Praxis.
Die Ausstellung lädt dazu ein, die Erde neu zu sehen und zu entdecken – nicht als Abbild, sondern als unmittelbar-sinnlich erfahrbares Material und Erinnerungsträger.
EKKELAND GÖTZE wurde 1948 in Dresden geboren. Er arbeitete als Maler, Siebdrucker und Ingenieur und absolvierte die Abendschule der Hochschule für Bildende Künste Dresden. 1988 zog er nach München und machte 1989 die Erde zum Gegenstand seiner Kunst. Seitdem arbeitet er mit großer Intensität und Konsequenz an diesem Thema und realisierte Projekte auf allen Kontinenten der Erde. Werke von ihm befinden sich in öffentlichen Sammlungen u.a. in Berlin, Dresden, München, New York, Neuseeland, Südafrika und Indien. 2018 erhielt er den Seerosenpreis der Landeshauptstadt München.
Heute, in einer Zeit, in der die Erde durch menschliche Einwirkung immensen Veränderungen und Gefährdungen unterworfen ist, rückt seine Kunst diese Problematik ins Bewusstsein der Menschen.
Ausstellungseröffnung Di 21.04.2026 | 19.00 | Eintritt frei
Eröffnungsveranstaltung in Anwesenheit des Künstlers
Einführung JULIA GEIGER, Kunsthistorikerin und Leitung Archiv Geiger
Künstlergespräch Do 07.05.2026 | 20.00 | Eintritt frei
Ekkeland Götze im Gespräch mit bosco-Leitung Barbara Schulte
Dauer der Ausstellung Bis Sa 18.07.2026 zu den Öffnungszeiten des bosco und bei Veranstaltungen
Diese Veranstaltung ist Teil der Schwerpunkt Reihe „Die Erde, von der wir leben“
Teil 1: Boden – Lebensraum und Lebensgrundlage
im Zeitraum 19.04. – 18.07.2026








