Über mehrere Kontinente hinweg entfaltet sich ein Geflecht aus Schicksalen, Missverständnissen und unsichtbaren Verbindungen. Der Film erzählt von Sprachlosigkeit, kulturellen Grenzen und der Fragilität menschlicher Begegnung in einer globalisierten Welt.
In der marokkanischen Wüste löst sich ein Schuss und hat weltweit Konsequenzen. Die von dem Schuss getroffene amerikanische Touristin Susan (Cate Blanchett) wird mit ihrem Mann Richard (Brad Pitt), der im Wüstennirgendwo panisch Hilfe organisieren will, schwer verwundet in einem Wüstendorf zurückgelassen. Derweil nimmt das Latino-Kindermädchen deren zwei zu Hause gebliebene Sprösslinge zur Hochzeit ihres Sohnes (Gael García Bernal) nach Mexiko mit und wird unfreiwillig in einen Konflikt an der Grenze zwischen den USA und Mexiko verwickelt. Während die marokkanische Polizei fieberhaft nach dem Gewehrschützen fahndet und alle Medien weltweit über das vermeintliche Attentat auf einen amerikanischen Touristenbus berichten, ahnt weit entfernt in Tokio die taubstumme, nach Liebe suchende Chieko (Rinko Kikuchi) noch nicht, dass die Ereignisse unmittelbar auch ihr Leben und das ihres Vaters Yasujiro (Kôji Yakusho) nachhaltig beeinflussen werden…
Wie diese drei Leidensgeschichten, in denen die Unschuldigen nach und nach machtlos der Ausweglosigkeit ausgesetzt werden, zusammenhangen, erfährt man in dieser kraftvoll episodischen Erzählung erst zum Schluss. Nach „Amores Perros“ und „21 Gramm“ entfesseln in „Babel“ die drei tragischen Geschichten eine sich steigernde, schmerzhaft emotionale Extremsituationen von Menschen, die in einer Welt der immer kleiner werdenden Distanzen alle miteinander zusammenhängen. Verstreut auf Schauplätze in Marokko, Japan, Amerika und Mexiko wird in Japanisch, Englisch, Spanisch, Arabisch und Gebärdensprache erzählt. Unbequem und eindringlich gleichermaßen. Fesselnd erzähltes Kino. Kraftvoll, unbequem und in Cannes völlig zu Recht mit dem Regiepreis ausgezeichnet.
Regie Alejandro González Iñárritu
Drehbuch Guillermo Arriaga
FR/US/MX 2006, 142 Min., FSK ab 12 Jahren
Diese Veranstaltung ist Teil des Themenschwerpunkts
„Grenzen“
im Zeitraum vom 23.09.2026 bis 29.12.2026
Im Rahmen des Schwerpunkts zeigt das Kino Breitwand Gauting jeweils am Dienstag um 19:30 Uhr ausgewählte Filme zum Thema Grenzen. Tickets sind direkt über das Kino erhältlich.








