Veranstaltungsinfo

Di, 11.12.2018
Kinder
6,00 €*
* Anmeldung im Theaterbüro 089-45238580

Fliegendes Theater Berlin: Der magische Adventskalender

Vormittagsvorstellung für Kindergärten und Schulen. Ab 4 Jahren.
Frau Simon bestellt so mancherlei bei ihrem Versandhaus. Das riesige Paket, das heute mit der Post kam, kann sie sich allerdings nicht erklären. Als sie es auspackt, fällt es ihr wieder ein: Der Adventskalender! Aber so groß? Sie hat wohl aus Versehen XXL angekreuzt. Und nicht mal Zahlen gibt es für die Fenster. In welcher Reihenfolge soll man ihn öffnen? Und was gibt es darin zu sehen?

Die einzelnen Fenster geben Rätsel auf, bieten Überraschungen und verbergen zauberhafte Geheimnisse. Wie bei einer Schnitzeljagd gibt jede Tür einen Hinweis auf die nächste. Der rote Faden entspinnt sich langsam und endet in einer großen Schlußszene. 24 kleine Geschichten erzählen etwas über den besonderen Zauber von Weihnachten.

Spiel EDELGARD HANSEN, RUDOLF SCHMID
Regie ULRIKE WINKELMANN

Für Kinder von 4-9 Jahren

 


Gefördert durch:

Veranstalter: 
Theaterforum Gauting e.V.
Nach(t)kritik 

So ein Adventskalender ist ein einziges großes Versprechen.Jedes Türchen hält eine Überraschung bereit, an jedem Tag. Genauso ist es mit dem Theater: hinter den Saaltüren, hinter dem Vorhang wartet eine Überraschung - immer wieder. Im besten Fall ist es eine so noch nie gesehen, gehörte Geschichte. Eine solche Geschichte erzählt das Fliegende Theater Berlin mit seinem Menschen-und-Puppenspiel „Der magische Adventskalender“.

Die Geschichte vom übergroßen Adventskalender, welcher der auf wunderbare Weise Kind gebliebenen Frau Simon eines Tages geliefert wird, schafft eine geniale Basis für die besondere Verbindung aus Puppenspiel und Menschenschauspiel, für die das seit vierzig Jahren bestehende Fliegende Theater (das inzwischen dank einer festen Spielstätte nicht mehr ganz so viel fliegen muss). Ein kleiner Engel geleitet Frau Simon, gespielt von Edelgard Hansen, durch jene Geschichte, die sich hinter den 24 Türchen verbirgt und in der es um einen überforderten Nikolaus, ein verlorenes Schäfchen, wuselige Weihnachtswichtel und einen griesgrämigen Weihnachtsmuffel geht. Dann gibt es noch eine Werkstatt für Weihnachtsgedichte und drei alte weise Männer, die seltsame Sprachen sprechen und einen Stern suchen.

Dabei passiert eine ganze Menge Lustiges und auch Unheimliches: der Nikolaus muss an Weihnachten aushelfen und bleibt im Kamin stecken, ein kleiner Vogel erfriert beinahe in dem von Frau Simon herbeigewünschten Schnee, der Weihnachtsmuffel wirft den Weihnachtsbaum um und Frau Simon sieht sich selber als kleines Mädchen einen Wunschzettel schreiben. In der gut ausgewogenen Balance zwischen Poesie und pfiffigen Pingpong-Dialogen, bei denen sich Mensch und Puppen die Bälle zuspielen, gibt der Adventskalender nach und nach seine Geheimnisse preis - ganz ohne dabei seinen Zauber zu verlieren.

Die Zuschauerkinder sind von Anfang bis Ende vollkommen dabei. Sie helfen mit Kommentaren, die richtigen Türchen zu finden, sie entdecken zusammen mit Frau Simon den nahenden Nikolaus, und sie erschrecken sehr über den bösen grauen Weihnachtsmuffel, der tatsächlich ein bisschen unheimlich ausschaut. Als dann aus der großen Frau Simon in dem Moment, als sie in den Adventskalender hineinsteigt, eine kleine Puppen-Frau Simon wird, der von all den anderen Puppen ein alter Herzenswunsch erfüllt wird, staunen die Kleinen nicht schlecht. Und sind ein weiteres Mal überrascht, als der Spieler und Sprecher aller Figuren - Rudolf Schmid - hinter einem der Türchen hervorlugt.

So hielt also der 11. Dezember für die Gautinger Kinder eine ganz besondere Adventskalender-Überraschung bereit. Angefüllt mit Poesie und phantasievollen Geschichten stapften sie durch den frischen Schnee, der als Krönung heute auch noch gefallen war, wieder zurück in die Kindergärten und Klassenzimmer. Jetzt kann es Weihnachten werden.