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Veranstaltungsinfo

Sa, 09.12.2023
20.00 Uhr
Kabarett

24,00 / 12,00

Regulär / bis 25 Jahre

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Veranstalter: Theaterforum Gauting e.V.

Michael Frowin: Selten so gelacht - Der Praxistest

Programmänderung: Statt des ursprünglich angekündigten Titels "MAMMON. Geld. Macht. Glück." spielt Michael Frowin sein neues Programm "Selten so gelacht - Der Praxistest" in Gauting. Weiterhin politisch, weiterhin aktuell - aber alles neu!

20 Sekunden Lachen entspricht der körperlichen Leistung von 3 Minuten schnellem Rudern. Was für eine Erkenntnis! Also: Lachen oder Rudern? Ihrem Körper isses egal!

Noch bevor der Mensch gesprochen hat, hat er gelacht. Lachen ist gesund, Lachen lockert Blockaden und wer lacht, hat den besseren Sex. Michael Frowin, der "längst zum Besten gehört, was Kabarett zu bieten hat." (AZ Mainz), macht den Praxistest. Wo kommt das Lachen her, wo will es hin? Warum lachen wir? Und worüber besser nicht? Höchste Zeit, dem Lachen auf den Grund zu gehen. Als anerkannter Humortrainer greift Frowin zu allem, was Humor & Satire zu bieten haben – Witze, Absurdes und aktuelle Politik. Garantiert genauso gründlich wie jede Lachyoga!

"Eine umfassende wie erhellende humoristische Doppel-Stunde." (Abendblatt)
"Frowin schafft es einmal mehr, sein Publikum intelligent und hintersinnig bestens zu unterhalten - und trotz all der Krisen herzhaft zum Lachen zu bringen." (NDR)
"Wirklich Kabarett vom Feinsten." (NDR)
"Einer der schärfsten und geistreichsten Kabarettisten unserer Tage." (MOZ)

Nach(t)kritik
"Je größer die Angst vor der Zukunft: Lachen Sie!"
Nach(t)kritik von Christine Cless-Wesle

„Selten so gelacht“ – und das in Krisen-Zeiten. Denn beim Praxistest im Gautinger bosco riss der begnadete Kabarettist und Chanson-Sänger Michael Frowin sein Publikum einfach mit. Fernab von jeglicher PC  begeisterte der vielseitige Leiter des „Theaterschiffs Hamburg“ in seinem neuesten  Programm mit seinem vergifteten klugen Humor, aber auch astreiner Politsatire.
„Je größer die Angst vor der Zukunft: Lachen Sie“, empfahl Michael Frowin seinem Gautinger Publikum im wohl Wetterbedingt leider nicht ausgebuchten bosco-Saal. Denn Lachen „ist gesund, lockert Blockaden.“ Und wer lacht, „hat den besseren Sex und lebt länger.“
Laut Lachforschern begann die menschliche Evolution nämlich nicht mit Sprache, sondern mit dem gemeinsamen Lachen, weiß der Satiriker. Wenn unsere verfeindeten Urahnen einst „mit heruntergelassenen Hosen“ voreinander standen, wurde gelacht. Und sofort herrschte Waffenstillstand, versichert der Kabarettist.
Die Lacher sind ihm gewiss, als Michael Frowin über den Schizophrenen spricht, der nach dem Sex fragt: „Wer war ich?“ Glänzend parodiert der  ausgebildete Schauspieler auf der Bühne Robert Habeck, wie er sich im TV-Polittalk “Maischberger“ nach der Frage „Erwarten Sie Insolvenzen?“ erst mal windet um zu antworten: „Firmen sind nicht insolvent. Sie produzieren weniger.“  
Olaf Scholz habe zum Warburg-Cum-Ex-Steuer-Skandal nur noch ein „Ich erinner` nix“ parat. Und sein Gegenspieler Friedrich Merz bekämpfe jetzt die  Bürgergelderhöhung, während er die Steuerzahler zuvor bei   „Black Rock“ um 30 Milliarden erleichtert habe.
Aber die Deutschen „werden nicht wütend“, selbst wenn einer wie Christian Lindner das Klischée „arm und faul“ bediene. Da gingen die Omas halt auf Demos, hielten ihr Salatsieb unter die Wasserwerfer. Denn den Pfefferspray als Würze gebe es ja obendrein gratis, so Frowin unter schallendem Gelächter.
In einer phantastischen Nummer demonstriert der Pantomime den Lachyogakurs mit KI bis zum Zwerchfell.
„Darf man noch alles sagen?“ Ja klar – nur die Konsequenzen müsse jeder selber tragen:
Wie die Berliner Grünen-Abgeordnete Bettina Jarasch, die unreflektiert von ihrem Kindheitstraum „Indianerhäuptling“ schwärmt statt vom „Native American.“
Schallendes Gelächter: Im zweiten Programmteil tritt Michael Frowin mit der Burka auf – und dem Boogie-Woogie-Song „Unter meiner Burka bleib` ich Kavalier.“
Religion sei eben „das Gegenteil von Humor“, erinnert der Pastorenenkel an den ans Kreuz genagelten Jesus. Eine katholische Krankenschwester verliere noch heute ihren Job, wenn sie sich als lesbisch outete. Vom vertuschten Missbrauchsskandal ganz zu schweigen.  
Und was ist der Unterschied zwischen Jesus und Casanova? „Der Gesichtsausdruck beim Nageln.“ Und da bleibt der einen oder anderen im Publikum doch kurz hörbar das Lachen im Halse stecken.
Köstlich ist Frowins Lach-Nummer mit der hochbetagten Schwiegermutter, die ihre Patientenverfügung mit „Scarlett O`Hara“ unterschreibt – aus „Vom Winde verweht.“ Den am Lebensende unbedingt zu vermeidenden aufheiternden  Klinik-Clown identifiziert die zittrige Greisin leider als ihren längst verstorbenen Liebhaber.
So erhält die verwirrte Patientin noch mit 100 eine künstliche Hüfte von „Professor Brinkmann“ aus der „Schwarzwaldklinik.“
Beim finalen Yoga-Lachtraining mit Michael Frowin bleibt kein Auge trocken: Das Gautinger Publikum im Alter 60 plus stimmt begeistert ein. Denn den „Normlacher rückwärts“ dieses glänzenden Kabarettisten muss man einfach „live“ miterlebt haben.

Galerie
Bilder der Veranstaltung
Sa, 09.12.2023 | © Werner Gruban - Theaterforum Gauting e.V.