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Veranstaltungsinfo

Sa, 02.04.2022
19:00 Uhr
Kinder | Schauspiel | Sonstiges

12,00 / 8,00

Regulär / bis 25 Jahre

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Veranstalter: Theaterforum Gauting e.V.

SpielLust #4: Der Theaterjugendclub Gauting

Der Gautinger Theaterjugendclub SpielLust geht in eine neue Runde.

Nach Lockdown-Saison mit Distanz-Theater und gelungener Zoom-Live-Premiere ist die Freude riesig, jetzt endlich wieder gemeinsam auf einer Bühne zu stehen und in echt miteinander zu spielen. „Verbindung“ ist ganz klar das Motto der Spielzeit. Wie nähern wir uns einander an, was verbindet uns und was trennt uns vielleicht? Wo sind wir gemeinsam stark, wo als Einzelne?

Mit viel Spielfreude und Phantasie ziehen 10 Jugendliche zusammen mit ihren Spielleiter*innen, der Bühnen- und Kostümbildnerin Yvonne Kalles, dem Schauspieler Sebastian Hofmüller und dem Musiker Tobias Weber, los ins Unbekannte. Sie erforschen Nähe und Zugehörigkeit, fabulieren sich in
fremde Welten, begegnen selbst erfundenen Kuriositäten und Unmöglichkeiten, bestehen verrückte Abenteuer, lachen und wachsen mit den Herausforderungen und dabei immer mehr zusammen. Das alles, auf ausdrücklichen Wunsch der Jugendlichen, mit selbst geschriebenen Szenen, viel Humor und Platz für Blödsinn. Denn ernst ist die Welt schon genug. Wo uns die Reise diesmal hinführt, bleibt (auch für uns) spannend. Wenn Ihr es erfahren wollt, seid dabei und seht selbst!

SEBASTIAN HOFMÜLLER
Der Gautinger Sebastian Hofmüller arbeitet seit 2009 als freier Schauspieler u.a. am Theater Regensburg, Kleines Theater Kammerspiele Landshut, Stadttheater Fürth und Gärtnerplatztheater sowie in Film und Fernsehen. Von 2016 bis 2018 leitete Sebastian Hofmüller gemeinsam mit Lucie Mackert den Jugendtheaterclub des Hofspielhaus München und seit 2018 den Gautinger Theaterjugendclub „SpielLust“.

YVONNE KALLES
Yvonne Kalles ist Bühnen- und Kostümbildnerin. Sie studierte Bühnenbild an der Akademie der bildenden Künste in München und arbeitete u.a. am Münchner Volkstheater, wo sie auch den dortigen Jugendclub mitleitete. Seit 2020 ist sie Teil der Leitung des Gautinger Theaterjugendclub „SpielLust“.

TOBIAS WEBER
Tobias Weber ist Theatermusiker und Komponist (u.a. Residenztheater, Kammerspiele, Nico and the Navigators) und musikalischer Kopf von „Café Unterzucker“. Seit 2018 ist er Komponist und musikalischer Leiter des Nockherberg Singspiels. Seit 2020 ist er Teil der Leitung des Gautinger Theaterjugendclub „SpielLust“.

Mit LENI BÄUMLER, LENI BERGER, SOPHIA BIÄSCH, JOHANNES HARTMANN, JANNIS HOFMÜLLER, CARLOTTA HUBER, HENRI NEUMANN, JANNIK WIEGMANN, LILLI ZUR WEIHEN, SIMON ZUR WEIHEN


Unterstützt von


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Nach(t)kritik
Zeit für Phantasie
Nach(t)kritik von Sabine Zaplin

Manchmal ist es nur ein Schritt. „Ich mach das jetzt“ - dieser Vorsatz kann der Weg in ein Abenteuer sein oder auch gleich in ein neues Leben. Und was die drei Jugendlichen - zwei Jungs und ein Mädchen - da miteinander wagen, ist nichts Geringeres als die Rettung der Welt. Denn der Welt ist der Mut zu einem wirklichen Aufbruch verloren gegangen, stattdessen nimmt sie Alarmzeichen wie den beständig wabernden giftig roten Nebel einfach so hin. Die Jugendlichen aber gehen der Sache auf den Grund.

„Heldenzeit“, heißt das Theaterstück, das der Gautinger Theaterjugendclub unter der Leitung von Sebastian Hofmüller, Yvonne Kalles und Tobias Weber auf die Bühne gebracht hat. Geschrieben hat es Leni Berger, die auch selber mitspielt, zusammen mit Sophia Biäsch, Jannis Hofmüller, Henri Neumann, Jannik Wiegmann, Lilli zur Weihen und Simon zur Weihen. Zwei andere Mitwirkende, Charly Huber und Leni Bäumler, konnten leider nicht bei der Premiere dabei sein, haben aber mitgeprobt.

Mit nur wenigen Mitteln und reichlich Dampf aus der Nebelmaschine gestalten die Jugendlichen ihr Theaterstück. Da werden Mitspieler hinter Baumattrappen zum Zauberwald, da läuft ein gigantischer Pilz über die Bühne. Und in der Teufelstaverne sitzen die drei Abenteurer an einem scheinbar schwebenden Tisch - ein langes Brett, das sie selber in der Schwebe halten. Wunderbar ist auch der Beginn, als die drei sich auf den Weg machen: beschwingt, fast tanzend, mit Rappergesten und so richtig „im Flow“. Man merkt der Truppe in ihrer Bühnenpräsenz an, dass sie sehr viel Spaß miteinander auf den Proben hatten und dass ihre szenische Phantasie aufs Beste angeregt wurde.

Was ist ein Held? Es kann sowohl ein Junge als auch ein Mädchen sein, in jedem Fall ein Mensch, der sich auf etwas Neues einlässt, das Unbekannte wagt und Gefahren von der Allgemeinheit abwenden will. Kein Held sind jene, die sich und ihre Termine allzu wichtig nehmen, die anderen nichts zutrauen und nur sich selber glauben. Oft wird man im Traum schneller zum Helden als in der Wirklichkeit. Und so endet „Heldenzeit“, wie das Stück begann: mit dem Schüler, der sich vornimmt: „Ich mach das jetzt!“. Da sitzt er in der Schule, zwischen seinen Mitschülern, und eigentlich liegt das Abenteuer bereits hinter ihm. War es nur ein Traum? Und wenn schon: er macht das jetzt. Er wird den Weg in die Zukunft gehen. Zeit für Helden und Heldinnen.

Galerie
Bilder der Veranstaltung
Sa, 02.04.2022 | © Werner Gruban - Theaterforum Gauting e.V.