Gauting – Vier Kandidaten, ein Ziel: Vier Männer möchten neuer Bürgermeister von Gauting werden und die Nachfolge von Bürgermermeisterin Dr. Brigitte Kössinger (CSU) antreten, die zwölf Jahren lang die Geschäfte der Gemeinde geführt hat. Wer das Quartett gebündelt an einem Tag erleben will, hat bei der Podiumsdiskussion am kommenen Sonntag, 1. Februar, die Gelegenheit dazu. Die Kandidaten stellen sich ab 16 Uhr dem Publikum im Kultur- und Bürgerhaus Bosco vor. 300 Besucher können der Veranstaltung im großen Saal beiwohnen. Der Gastrobetrieb ist während und nach der Veranstaltung geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Wer die Podiumsdiskussion nicht vor Ort erleben kann, hat die Möglichkeit, sich von zu Hause aus digital zur Veranstaltung zuzuschalten: Der Starnberger Merkur bietet einen Live-Stream an. Interessierte gehen einfach kurz vor 16 Uhr in der Merkur.de-App oder mit ihrem Internet-Browser auf die Startseite des Starnberger Merkur.

Mit Max Platzer (CSU), Dr. Matthias Ilg (Grüne), Stefan Berchtold (MfG/Piraten) und Harald Ruhbaum (MiFü 82131) haben alle Bewerber zugesagt. Es bietet sich die einmalige Chance, nicht nur einen persönlichen Eindruck zu gewinnen, sondern auch die Programme und Schwerpunkte der Kandidaten zu vergleichen. Das Gespräch findet im Rahmen des Formats „Talking Heads“ statt, bei dem Stefan Berchtold seit 2023 Gautinger zu bestimmten Themen befragt. Da er nun selbst Kandidat ist, wechselt er die Rolle vom Interviewer zum Interviewten.

Seinen Part als Moderator übernimmt Volker Ufertinger, der für den Starnberger Merkur das Gemeindeleben und vor allem die Kommunalpolitik seit drei Jahren begleitet. Bosco-Managerin Barbara Schulte freut sich auf den Nachmittag: „Ich bin gespannt auf das Gespräch am Sonntag. Die Gemeinde ist unser wichtigster Partner – insofern ist die Frage, wer im Rathaus sitzt, für das Bosco von großer Bedeutung. Natürlich interessiert mich die Position der Kandidaten zu kulturpolitischen Themen, aber ich bin auch gespannt welche Schwerpunkte sie in den Bereichen Wirtschaft, Bildung, soziale Gerechtigkeit und Umweltpolitik setzen.“

Der Ablauf des Nachmittags gestaltet sich wie folgt. Zunächst stellen sich die Kandidaten vor und antworten auf einige Fragen des Moderators zu ihrer Person und zu ihrer inhaltlichen Ausrichtung. Danach hält jeder der Bewerber ein Impulsreferat zu einem Thema, das ihm besonders wichtig ist. Max Platzer spricht über Finanzen, Dr. Matthias Ilg über Verkehr, Stefan Berchtold über Kultur und Harald Ruhbaum über Gewerbe. Wobei jeder der Kandidaten eingeladen ist, auf die Ausführungen des Mitbewerbers einzugehen, Einwände zu formulieren und Alternativen vorzuschlagen. Danach haben die Bürger das Wort: Volker Ufertinger stellt den Kandidaten Fragen, die nach einer Ankündigung in unserer Zeitung beim Theaterforum und dem Starnberger Merkur eingegangen sind.

Danach folgt eine etwa viertelstündige Pause. Diese können die Besucher nutzen, um Fragen zu formulieren. Für diesen Zweck wird im Bosco eine Box aufgestellt, in die die Gäste Zettel einwerfen können. Dies ist auch schon während der Veranstaltung möglich. In der Pause wird die Box geleert. Der Moderator wird die Fragen aussortieren, die entweder schon beantwortet wurden oder nichts mit dem Wahlkampf zu tun haben. Die politischen Parteien und deren Kandidaten werden gebeten, von dieser Möglichkeit keinen Gebrauch zu machen. Die Fragen sollen den Bürgern vorbehalten bleiben, die sich erst ein Bild machen wollen.

Noch einmal richtig interessant wird es am Schluss der Veranstaltung. Die Besucher der Veranstaltung sowie die Zuschauer des Livestreams bekommen die Möglichkeit, darüber abzustimmen, wer der vier Bewerber sie in der Debatte am meisten überzeugt hat. Den Besuchern steht ein ausgedruckter QR-Code zur Verfügung, in den Live-Stream ist ein Link eingebettet.