Veranstaltungsinfo

So, 17.05.2020
20.00 Uhr
Schauspiel
30,00 / 15,00 €*
* Regulär / bis 25 Jahre | VVK ab 23.11.2019

Deutsches Theater Berlin: "Solaris" nach Stanisław Lem

Solaris, 1961 erschienen, zählt zu den Meisterwerken der Science-Fiction-Literatur. Stanisław Lem zeichnet darin das Bild einer zukünftigen Menschheit, die sich etwas vollkommen Unbekanntem und Unerklärlichem gegenübersieht. Mit all ihren Mitteln versucht sie, dieses etwas zu begreifen. es ist die Unfähigkeit die eigene Perspektive zu verlassen, die letztlich das Zustandekommen eines Kontakts verhindert.
 
Deutsch von Irmtraud Zimmermann-Göllheim | Fassung von András Dömötör und Meike Schmitz
Seit seiner Entdeckung vor mehr als hundert Jahren steht der Planet Solaris im Zentrum des wissenschaftlichen Interesses. Es scheint, als habe man tatsächlich außerirdisches Leben dort gefunden. Allerdings anders, als man sich das vorgestellt hatte: Auf der Solaris gibt es nur einen einzigen Bewohner, einen schleimigen Ozean, der den Planeten fast vollständig umgibt. Ganze Forschergenerationen haben versucht mit diesem Ozean in Kontakt zu treten. Bisher ohne Erfolg.
 
Auch der Psychologe Kris Kelvin hat sein Leben der Erforschung der Solaris gewidmet. Voll Tatendrang macht er sich auf den Weg zur Raumstation, um die Arbeit mit den dort stationierten Wissenschaftlern voranzutreiben. Aber was er vorfindet, ist nicht, was erwartet hatte.
 
Solaris, 1961 erschienen, zählt zu den Meisterwerken der Science-Fiction-Literatur. Stanisław Lem zeichnet darin das Bild einer zukünftigen Menschheit, die sich etwas vollkommen Unbekanntem und Unerklärlichem gegenübersieht. Mit all ihren Mitteln versucht sie, dieses Etwas zu begreifen. Es ist die Unfähigkeit die eigene Perspektive zu verlassen, die letztlich das Zustandekommen eines Kontakts verhindert. „Wir wollen gar nicht den Kosmos erobern, wir wollen nur die Erde bis an seine Grenzen erweitern. Menschen suchen wir, niemanden sonst“, heißt es. Lem stellt damit nicht nur die Frage nach den Grenzen menschlicher Erkenntnis, sondern verweist auch auf die Beschränktheit des Menschen, die ihm den offenen Blick auf sein Gegenüber verstellt. Auf der vermeintlichen Suche nach dem anderen, sucht und findet er doch immer nur sich selbst.
 
Regie ANDRÁS DÖMÖTÖR
Bühne & Kostüme SIGI COLPE
Sound TAMÁS MATKÓ
Video PAUL FUHRMANN
Licht PETER GRAHN
Ton MARTIN PERSON
Dramaturgie MEIKE SCHMITZ
 
Mit ELIAS ARENS, ESTHER MARIA HILSEMER, JEREMY MOCKRIDGE, TIMO WEISSCHNUR
 
Einführung 19.15 Uhr
 
„Respektvoll ging der ungarische Regisseur András Dömötör in der Box des Deutschen Theaters mit dem Science Fiction-Roman-Klassiker "Solaris" um, der schon vielfach für die Leinwand und die Bühne adaptiert wurde. [...] Die Bühnenfassung, die Dömötör und Meike Schmitz schrieben, hält sich mit starken Überzeichnungen oder Publikumsbeteiligung diesmal zurück und der Romanhandlung die Treue. Auf der zerklüfteten Bühne (Sigi Colpe) und in einheitlichen Anzügen, die eher an frühe Renn- als an Raumfahrer erinnern, kristallisieren sich schnell die Rollen heraus. Das beste Schauspielerfutter bekommen Jeremy Mockridge und Timo Weisschnur als spleenige Bewohner der Forschungsstation: Als Snaut und Sartorius geben sie den Typus "zerstreuter, leicht verrückter Professor", über den sich Neuankömmling Kris Kelvin (Elias Arens) wundert.“ (Kulturblog)
Veranstalter: 
Theaterforum Gauting e.V.